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Sturmbedingte Aufräumarbeiten an Bundes- und Landesstraßen laufen noch / Zwei Firmen helfen mit

96 Bäume müssen gefällt werden

Anett Zimmermann / 15.11.2017, 07:11 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Bad Freienwalde des Landesbetriebs Straßenwesen werden noch einige Zeit mit der Beseitigung der Sturmschäden vom Oktober beschäftigt sein. Zwei Firmen helfen dabei, berichtete jetzt der Leiter Frank Hundrieser.

Zwei Mitarbeiter der Straßenmeisterei Bad Freienwalde des Landesbetriebs Straßenwesen sind mit ihrem orangefarbenen Fahrzeug mit Hebebühne seit Montag auf der Bundesstraße 168 zwischen Stadtstelle und Tiefensee im Einsatz. Die Männer kontrollieren die Baumkronen und entfernen, wo es notwendig ist, Astwerk zum Teil auch mit der Motorsäge. Am Dienstag war auf der Strecke auch ein Fahrzeug der Firma Mainka aus Hennickendorf zu entdecken. Das Unternehmen sei nach den beiden Stürmen im Oktober zusätzlich verpflichtet worden, sagte jetzt Frank Hundrieser, Leiter der Straßenmeisterei Bad Freienwalde des Landesbetriebs Straßenwesen. "Um Wurzelteller zu entfernen und die Löcher zu verfüllen", ergänzte er.

Schäden in der Region habe vor allem Sturm Xavier am 5. Oktober hinterlassen. "Wir waren an dem Tag ab 19 Uhr mit sieben Mann im Einsatz", erzählt Hund-rieser. Je nach Anforderung der Feuerwehr seien sie zwischen Tiefensee, Hohenfinow und Altfriedland unterwegs gewesen. "Der Wetterdienst hatte ja gewarnt. Also waren wir mit unseren Fahrzeugen und der Technik vorbereitet." Normalerweise hätten nur zwei Mitarbeiter Bereitschaft.

Seither laufen die Aufräumarbeiten, bei denen der Landesbetrieb auch durch die Firma Kania mit Sitz in Bruchmühle unterstützt wird. Laut Frank Hund-rieser ist seine Straßenmeisterei für ungefähr 10 000 Bäume in ihrem Bereich zuständig. Allein an Bundesstraßen habe der Sturm Xavier acht Bäume umgeworfen und 80 weitere beschädigt. Bei den inzwischen erfolgten Sonderbaumschauen mit der Unteren Naturschutzbehörde sei festgestellt worden, dass 20 dieser Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen.

Der Leiter der Straßenmeisterei verweist zudem auf 40 umgestürzte Bäume an den Landesstraßen, 206 seien beschädigt worden, von denen 76 gefällt werden müssen. In seiner Statistik stehen zudem 29 Waldbäume, die in Folge des Sturms auf Bundesstraßen gestürzt waren. Hinzu kommen 79 an Landesstraßen. "Auch die Waldbesitzer müssen ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen", erinnerte Frank Hundrieser.

In den ersten zwei Wochen nach Xavier seien zwei Trupps der Straßenmeisterei allein damit beschäftigt gewesen, Äcker von Astwerk und anderen Bruchstücken von Straßenbäumen zu befreien. "Das war körperlich anstrengend", blickte er zurück. Parallel dazu sei schon die Hubarbeitsbühne der Straßenmeisterei im Einsatz gewesen. "Die gefährlichen Situationen sind inzwischen abgearbeitet", erklärte Hundrieser. Das Schreddern und Einfahren von Holz werde sich allerdings wohl noch bis Januar hinziehen.

Hackspäne und Holz gebe die Straßenmeisterei schon immer an Interessierte ab. "Da gibt es inzwischen einen durchaus festen Kundenkreis", erklärte der Leiter der Straßenmeisterei mit Blick auf das Betriebsgelände. Dort war in dem Moment ein schon bekannter Handwerker mit seinem Lkw vorgefahren.

In Hundriesers Schadensbericht stehen allerdings noch weitere Zahlen. "Wir müssen auch etwa 16 Meter beschädigte Schutzplanken an Bundesstraßen erneuern. An den Landesstraßen sind es ungefähr 52 Meter."

Wer sich für Hackspäne und Holz interessiert, kann dies beim Landesbetrieb Straßenwesen, Straßenmeisterei Bad Freienwalde, Altranfter Straße 2, 16259 Bad Freienwalde, von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 15 Uhr sowie Freitag zwischen 8 und 12 Uhr erwerben.

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