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Oberlausitzerin wechselte von der Landeskirche Sachsen nach Brandenburg

Josefine Soltau seit 1. November im Amt

Hat erste Pfarrstelle angetreten: Josefine Soltau ist seit dem 1. November Pfarrerin in Endsendung in Seelow
Hat erste Pfarrstelle angetreten: Josefine Soltau ist seit dem 1. November Pfarrerin in Endsendung in Seelow © Foto: MOZ/Doris Steinkraus
Doris Steinkraus / 14.11.2017, 18:36 Uhr
Seelow (MOZ) Die Kreisstadt hat wieder eine Pfarrerin. Eine junge, sehr sympathische und attraktive noch dazu. Am 1. November begann Josefine Soltau ihren Dienst, bezog mit ihrem Mann Richard auch die Wohnung im Obergeschoss des evangelischen Pfarramtes in der Berliner Straße. "Ich muss mich erst einrichten", sagt sie lachend. So vieles sei zu ordnen und zu gestalten, aber sie freue sich sehr auf ihre neue Aufgabe.

Die 28-Jährige kommt aus einem Dorf in der Oberlausitz, absolvierte in Bautzen das Abitur und begann dann ein Theologiestudium in Berlin. Nach acht Semestern wechselte sie zur Theologischen Fakultät nach Leipzig. In der Landeskirche Sachsen leistete sie auch ihren Vorbereitungsdienst, das Vikariat. "Dabei erledigt man alle Aufgaben eines Pfarrers", erklärt sie.

Nach Seelow führte sie letztlich die Arbeit ihres Mannes, der in den Golem-Werkstätten in Sieversdorf arbeitet. Das Ehepaar wollte die Fernbeziehung beenden. Schon im Februar hatte sie sich deshalb um die Übernahme von der Landeskirche Sachsen nach Brandenburg beworben, wo sie mit offenen Armen empfangen worden sei. Daraufhin sah sich Josefine Soltau die in der Landeskirche freien Pfarrstellen näher an. Der Seelower Gemeindekirchenrat hatte da schon zugestimmt, eine Entsendungsstelle zu schaffen. Solch eine Stelle wird für zwei Jahre besetzt. Danach kann sich die betreffende Pastorin bzw. der Pastor entscheiden, ob er sich für die dauerhafte Besetzung der Stelle bewirbt.

Im August stellte sich die junge Pastorin im Seelower Gemeindekirchenrat vor, informierte sich zudem selbst über das Gemeindeleben. Ihr Schwerpunkt sei neben der gottesdienstlichen Arbeit der Bereich Familie und Kinder, sagt sie. Und auch die Verbindung zur kommunalen Gemeinde sei ihr wichtig. "Das sind Dinge, die in Seelow wunderbar gewachsen sind", freut sie sich. Von Kinderchor über die evangelische Kita "Arche Noah" bis hin zu den Angeboten des CVJM gebe es bereits ein großes Netzwerk. Und das Miteinander mit der Stadt sieht sie auch bestens aufgestellt. Das sei keinesfalls überall so. Gleich zu Beginn ihres Dienstes habe sie sich deshalb auch zu einem Gespräch bei Seelows Bürgermeister Jörg Schröder angemeldet. Der hatte selbst in einem Brief an die Landeskirche dringend um die Besetzung der Pfarrstelle in der Kreisstadt ersucht.

Die Christen erlebten Josefine Soltau bereits am 5. November in ihrem ersten Gottesdienst. Am 19. November beginnt um 14 Uhr in der Stadtpfarrkirche ein Gottesdienst, bei dem Superintendent Frank Schürer-Behrmann die neue Pastorin offiziell begrüßen wird.

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