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Schiedsrichter Daniel Siebert als Assistent im Topspiel der Bundesliga Hamburger SV gegen Bayern München

Vom Giebelsee-Cup zur 1. Bundesliga

Interview beim Giebelsee-Cup: Daniel Siebert (links) mit Turnierchef Jörg Jankowsky y
Interview beim Giebelsee-Cup: Daniel Siebert (links) mit Turnierchef Jörg Jankowsky y © Foto: Edgar Nemschok
Edgar Nemschok / 07.02.2012, 06:49 Uhr
Hamburg/Petershagen-Eggersdorf (MOZ) Ein wenig hatten sich Spieler und Zuschauer des 10. Giebelsee-Cup in Petershagen-Eggersdorf schon gewundert: Ein Schiedsrichter mit Bundesligaerfahrung pfiff einige Spiele beim Hallenfußball-Spektakel in der Giebelseehalle. Und er machte seine Sache sehr gut. Mit viel Ruhe agierte er und strahlte bei seinen Entscheidungen sehr viel Souveränität aus.

Daniel Siebert ist 27 Jahre und aufmerksame Fußballfans werden ihn am Wochenende in der "Sportschau" oder im "Aktuellen Sportstudio" wiedergesehen haben. Siebert war als Linienrichter beim Topspiel der 1. Fußball-Bundesliga, Hamburger SV gegen den FC Bayern München, im Einsatz.

"Es war schon ein echter Höhepunkt in meiner Karriere, ausgerechnet bei diesem Spiel eingesetzt zu sein", sagt der junge Mann aus Berlin-Marzahn. "Seit drei Jahren bin ich im Kader der Bundesliga-Schiris. Trotzdem war es ein besonderes Spiel, denn ich wusste, dass es auch live übertragen wurde." Siebert erzählt, dass die erste SMS von seinem Freund Resad Demann, Kapitän des Fußball-Landesligisten Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf, direkt nach dem Spiel kam. "Alles richtig gemacht - Herzlichen Glückwunsch."

Siebert erzählt, dass es im Spiel sehr professionell zugeht. Kontakt mit den Spielern gibt es kaum. "Die sind alle sehr konzentriert und auf kleine Anweisungen, zum Beispiel den Ball bei einer Ecke richtig zu platzieren oder auf leichte Korrekturen beim Einwurfpunkt, reagieren sie durchweg korrekt."

Einen Blickkontakt hatte er mit Bayern-Star Arjen Robben, als Siebert ein Foulspiel an Hauptschiedsrichter Knut Kircher signalisierte. "Es gab ein zustimmendes Schmunzeln, was immer guttut. An sich war es ein entspannter Nachmittag, denn erst in der 87. Minute musste ich auf Abseits entscheiden."

Siebert spielte selbst viele Jahre Fußball im Sturm des FC Nordost Berlin-Marzahn. Er entschied sich im Alter von 14 Jahren für eine Laufbahn als Unparteiischer. Der Berliner, der übrigens auch im nächsten Jahr beim Giebelsee-Cup gerne wieder dabei sein möchte, studiert derzeit. Er will Lehrer für die Fächer Sport und Geografie werden. "Dass mit der Überschrift stimmt tatsächlich, denn nach dem Giebelsee-Cup war es auch mein erstes Pflichtspiel im Jahr 2012", sagt Siebert mit einem Schmunzeln.

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