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High-Tech-Unternehmen feiert 25-jähriges Bestehen / Nächstes Jahr soll erweitert werden

Allresist wird größer

Unternehmerfamilie: Allresist-Geschäftsführer Matthias und Brigitte Schirmer wollen im Jahre 2024 die Firmenleitung an ihre Tochter Ulrike (Mitte) übertragen. Die drei Köpfe spiegeln sich in einem Wafer (Waffel).
Unternehmerfamilie: Allresist-Geschäftsführer Matthias und Brigitte Schirmer wollen im Jahre 2024 die Firmenleitung an ihre Tochter Ulrike (Mitte) übertragen. Die drei Köpfe spiegeln sich in einem Wafer (Waffel). © Foto: Gerd Markert
Detlef Klementz / 17.10.2017, 07:30 Uhr
Strausberg (MOZ) Brigitte und Matthias Schirmer haben am Montag mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft das 25-jährige Bestehen ihrer Firma Allresist GmbH gefeiert. Dabei kündigten die beiden Geschäftsführer für 2018 einen Erweiterungsbau an.

Es gibt nicht viele Unternehmen in Strausberg und Umgebung, die auf dem internationalen Markt so erfolgreich agieren wie Allresist. Die Firma gehört mit ihren derzeit zwölf Mitarbeitern zu den führenden Herstellern hochempfindlicher Fotolacke. Diese sogenannten Resist finden breite Anwendung. Sie sind in der Mikrosystem- und Nanotechnologie für die Strukturierung von Chips und Leiterplatten unverzichtbar.

Matthias Schirmer erinnerte an die Wurzeln des Unternehmens, die bis in die 1960er-Jahre zurückreichten. Seinerzeit hätten in den Fotochemischen Werken Berlin (ORWO) Forschungsarbeiten zur Entwicklung von Fotokopierlacken begonnen. Die später dort produzierten Resists würden noch heute von seiner Firma in weiterentwickelter Form angeboten.

Um das Resist-Know-how zu erhalten und Privatisierungsversuche fehlgeschlagen seien, habe er 1992 mit seiner Frau die Allresist GmbH gegründet. Die Firma habe sich in den Folgejahren gut entwickelt. Als die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten und in Berlin sich nichts Passendes fand, habe man im Speckgürtel gesucht. 1999 erfolgte dann der Umzug nach Strausberg. "Dort sind wir mit offenen Armen empfangen worden", betonte Schirmer.

Die Bürgermeisterin gab das Kompliment einmal mehr zurück und sprach von einer "Wahnsinnsleistung", der sie ihren "tiefen Respekt" zolle. Mit Blick auf die Exporte in rund 50 Staaten, darunter selbst Neuseeland, erklärte Elke Stadeler, "wir geben viel zu wenig mit Ihnen an". Es sei schließlich "wunderbar", dass die Unternehmer "unsere Stadt in die Welt bringen".

Matthias Schirmer erinnerte an weitere wichtige Entwicklungsetappen wie den Anbau am Firmengelände im Strausberger Gewerbegebiet im Jahr 2014. Der war im Zusammenhang mit der großen Nachfrage nach dem neuen Produkt CSAR 62 erforderlich geworden. Für das Qualitätsprodukt war Allresist mit dem Brandenburger Innovationspreis Kunststoffe und Chemie ausgezeichnet worden - einer von zahlreichen Preisen, mit denen sie sich schmücken kann. Es folgten weitere High-Tech-Produkte wie Electra 92, womit laut Schirmer seit 2014 rund 450 000 Euro Umsatz erzielt werden konnten, und Atlas 46, der in drei Varianten verfügbar sei und erst jüngst auf der Messe im portugiesischen Braga vorgestellt wurde.

Den Gesamtumsatz in den zurückliegenden 25 Jahren bezifferte der Geschäftsführer auf 17,5 Millionen Euro. Angesichts der positiven Erwartungen wird es im kommenden Jahr eine erneute Erweiterung geben. Brigitte Schirmer sprach von etwa 450 Quadratmetern. Die Planung sei in vollem Gang. Sie und ihr Mann hofften, dass die Baugenehmigung noch Ende Oktober oder spätestens Anfang November kommt. Man wolle nämlich noch in diesem Jahr die Bodenplatte fertig haben.

Je nach dem, wie sich das Unternehmen wirtschaftlich weiterentwickelt, kann sich das Unternehmerpaar in ein paar Jahren durchaus noch einen weiteren Erweiterungsbau vorstellen. Die entsprechenden Flächen hätten sie sicherheitshalber schon mal von der Stadt gekauft, heißt es.

Ob Brigitte und Matthias Schirmer dann noch an der Spitze stehen, ist ungewiss. Nach jetzigem Stand will das Paar die Geschäftsführung nämlich im Jahre 2024 an Tochter Ulrike abgeben. Sie hat somit Zeit, in die verantwortungsvolle Aufgabe hineinzuwachsen. Vor drei Wochen hat sie gerade ihren Master of Business Administration gemacht.

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