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Strausberger Beratungsstelle unterstützt Erkrankte und deren Angehörige

Leben mit Demenz

Vielfältige Helferinnen: Elke Kirschneck (l.) und Ines Diewitz arbeiten in der Beratungsstelle für Menschen mit Demenz und deren Angehörige
Vielfältige Helferinnen: Elke Kirschneck (l.) und Ines Diewitz arbeiten in der Beratungsstelle für Menschen mit Demenz und deren Angehörige © Foto: MOZ/Detlef Klementz
Detlef Klementz / 12.12.2017, 19:19 Uhr
Strausberg (MOZ) Derzeit leben im Landkreis Märkisch-Oderland etwa 4500 Menschen mit Demenz. Nach offiziellen Schätzungen wird die Zahl bis 2030 um 65 Prozent auf dann 6900 anwachsen. In Strausberg bietet die Beratungsstelle für Menschen mit Demenz und deren Angehörige Hilfe.

Elke Kirschneck ist recht zufrieden mit den Veränderungen, die das zweite Pflegestärkungsgesetz beinhaltet, das zu Jahresbeginn in Kraft getreten ist. Damit sollen insbesondere Demenzkranke besser gestellt werden als früher. Lediglich die sogenannte Entlastungsleistung falle geringer aus, sagt die Sozialarbeiterin, die zusammen mit Ines Diewitz in der Beratungsstelle für Menschen mit Demenz und deren Angehörige tätig ist. Sie begrüßt in dem Zusammenhang auch die Änderung von drei Pflegestufen in fünf Pflegegrade.

Leider sei der Gesetzesinhalt den Angehörigen häufig nicht wirklich vertraut, vieles sei zudem kompliziert ausgedrückt und schwer verständlich. Sie und ihre Kollegin könnten da oftmals helfen, erklärt Elke Kirschneck. Beispielsweise beim Abfassen von Anträgen oder der Vermittlung von Kontakten. "Bedauerlicherweise wissen viele Betroffene immer noch nicht, dass es uns gibt", setzt sie hinzu.

Dabei verstehen die beiden Frauen schon, dass sich die Familien erst dann kümmern, wenn sie selbst konkret betroffen sind. "Mit einem Mal muss der gesunde Partner sämtliche Aufgaben schultern", sagt Ines Diewitz. Das sei ein Lernprozess, ebenso wie der Umgang mit dem an Demenz Erkrankten und seinem veränderten Wesen. Da sei ganz wichtig, "die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind". Der Kranke, der im Schnitt zehn Jahre mit Demenz lebt, könne sich ja nicht verändern, der gesunde Partner müsse sich auf ihn einlassen.

Elke Kirschneck und Ines Diewitz versuchen, auf vielfältige Weise zu helfen. So bieten sie Beratung zu Demenzerkrankungen, zu Fragen des Umgang mit den Kranken und Überforderung. Zudem sind sie zu Leistungen der Pflegeversicherung sowie zu Möglichkeiten der Pflege und Betreuung zu Hause, in Einrichtungen oder alternativen Wohnformen auskunftsfähig.

Außerdem bieten sie beispielsweise Angehörigen-Seminare an. Bei den insgesamt acht Veranstaltungen gibt es Informationen rund um das Thema Demenz. Schließlich organisieren die beiden Beraterinnen auch Erfahrungsaustausche von Angehörigengruppen sowie betreuten Urlaub für Betroffene. Wenn gewünscht, kommen die beiden Sozialarbeiterinnen auch nach Hause.

Beratung:


■ Die Beratungsstelle ist in der Stadtverwaltung, Hegermühlenstraße 58, Zimmer 403, eingerichtet.
■ Tel. 03341 4908062, E-Mail: diewitz-strausberg@alzheimer-brandenburg.de
■ Geöffnet ist montags von 13.30 bis 17.30 Uhr und donnerstags von 8.30 bis 12.30 Uhr sowie nach Vereinbarung.
■ Hilfe gibt es auch im Pflegestützpunkt Strausberg, Klosterstraße 14, Tel. 03346 8506566

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