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Gabriele Rataj 31.07.2017 07:30 Uhr - Aktualisiert 31.07.2017 09:07 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Großer Bahnhof am Bahnhof

Buckow (MOZ) Drei Jubiläen auf einmal haben die Museumsbahner am Sonnabend mit viel Volk, Programm und Prominenz gefeiert: Vor 120 Jahren fuhr der erste Zug auf der Strecke, vor 25 Jahren gründete sich der Eisenbahnverein, seit 15 Jahren fährt die Bahn in Eigenregie.

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Da kommt er! Die jüngste Erwerbung des Museumsbahnvereins Buckower Kleinbahn ist dieser Triebwagen Schweizer Produktion von 1920. Bewegen lässt er sich inzwischen wieder, auch zur Besichtigung ist er frei gegeben.

© MOZ/Gabriele Rataj

"Solange die Buckower Kleinbahn fährt, sind wir nicht abgehängt", bringt die Leiterin des Kultur- und Tourismusamtes Märkische Schweiz Riamara Sommerschuh auf den Punkt, was viele Buckower fühlen. Die sind zwischen den vielen Eisenbahnfreunden, die am Sonnabend zum Bahnhofsfest rund um das große Jubiläum 120 Jahre Buckower Kleinbahn strömen, im Gedränge zwischen den zwei Gleisen nicht einfach auszumachen.

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Bahnhofsfest in Buckow

Niedlich, weiß und wuschelig - Knut zog im Jahr 2007 die Berliner und später die ganze Republik in seinen Bann.  

Rund um die Kleinbahn in Buckow (Märkische Schweiz) wurde am Sonnabend Bahnhofsfest gefeiert. Anlass waren 120 Jahre Schienenbetrieb auf der Strecke zwischen Müncheberg-Dahmsdorf, Waldsieversdorf und Buckow. © MOZ / Gabriele Rataj

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Erst als die Buckower Kanoniere lautstark Willkommen geböllert haben, sortiert es sich um den Vorsitzenden des Museumsbahnvereins Uwe Klötzer mit dem Mikrofon in der Hand. Jetzt halten die mit Ikarus-Bus, auf Schiene oder vier Rädern herangerollten Gäste und die Ortsansässigen Abstand, um den eigentlichen Festakt verfolgen zu können. Doch zuallererst wird die jüngste Neuerwerbung angekündigt, der originale Schweizer Triebwagen von 1920 fährt mit großem Tamtam ein und aller Augen, Kameras und Smartphones richten sich auf das orange-weiße Objekt der Neugier. Immerhin ist man ein Museumsbahnverein, sorgt nicht nur für reibungslosen Sommer-Wochenend-Zugverkehr.

Susanne Steinz aus dem Klub der Rosenköniginnen wirft den Blick zurück, als nach Seidenraupenzucht, Hopfenanbau, Braugeschäft und Rosenzucht erst die Buckower Kleinbahn und mit ihr der Tourismus ab 1897 dauerhafteren Wohlstand nach Buckow brachte. Die Namen der Bahnhöfe wechselten, von denen die Berliner nach Müncheberg und von dort nach Buckow abfuhren: Schlesischer, Wriezener, Ostbahnhof und heutzutage Lichtenberg. Was blieb - er kam nicht aufs Abstellgleis, obgleich die Wende 1990 das schwermachte.

Ohne die Museumsbahner aus Berlin, Buckow, Bernau oder Eberswalde, ohne die Mitgliedskommunen Buckow, Müncheberg und Waldsieversdorf, die Unterstützung vom Amt aber wäre diese Fortsetzung in der Kleinbahngeschichte nicht denkbar gewesen. Das wissen alle. CDU-Bundestagsabgeordneter Hans-Georg von der Marwitz nennt dies ehrenamtliche Wirken "die Hefe für den ländlichen Raum", "existenziell für die Weiterentwicklung der Region", wie es Klaus Müller, der Buckows Bürgermeister vertritt, bezeichnet.

Auch Infrastruktur-Staatssekretärin Ines Witte, die nach Buckow gekommen ist, denkt so. Sie hat 51 000 Euro Lotto-Fördergeld im Gepäck, das Staatskanzlei, Landwirtschafts- und Infrastrukturministerium bewilligten. Sie sind für die umfassende Sanierung des Bahnhofsfundamentes gedacht, nachdem die unermüdlichen Ehrenamtlichen 2010 schon mit 15 000 Euro für das Dach des Umspannwerkes und 2014 mit knapp 35 000 Euro für das Bahnhofsdach bedacht worden waren. Dann nimmt das Jubiläumsfest seinen Lauf.

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