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Lindow-Gransee fegt Gegner von der Platte

Jubelpose: Die überragenden Akteure auf Seiten des SV Lindow-Gransee unter sich. Nicolas Marks (rechts) feierte mit Teamkollege Ole Schwerin den Überraschungscoup.
Jubelpose: Die überragenden Akteure auf Seiten des SV Lindow-Gransee unter sich. Nicolas Marks (rechts) feierte mit Teamkollege Ole Schwerin den Überraschungscoup. © Foto: GZ/Gunnar Reblin
Gunnar Reblin / 06.02.2017, 09:00 Uhr
Gransee (GZ) Standing Ovations bis weit nach Spielende. Begeisterung und Verwunderung zugleich in den Gesichtern im grün-weißen Lager. Der SV Lindow-Gransee erlebte eine Sternstunde in der 2. Bundesliga. Mit einer in allen Elementen des Spiels herausragenden Leistung wurde Spitzenreiter TSV Giesen Grizzlys am Sonnabend beim 3:0 regelrecht vom Parkett gefegt.

Auf der eigenen Homepage hatten die Gastgeber im Vorfeld den Titelanwärter Nummer eins zum Tanz gebeten. Und es war ein Tänzchen zum Zungeschnalzen, jedenfalls aus Sicht der Hausherren. "Ich kann es gar nicht fassen", war Manager Dirk Schmidt nach dem unerwarteten und zugleich phänomenal herausgespielten Triumph sichtlich aus dem Häuschen. "Super Aufschlag, dazu eine super Annahme und alle haben stark gespielt", Trainer Victor Eras zeigte sich ebenso begeistert vom Auftritt seiner Schützlinge.

Ein ganz wesentliches Element dabei: die Rückkehr von Nicolas Marks. Der Außenangreifer zeigte, ja er demonstrierte eher, warum er einst auch in der 1. Bundesliga bei Lüneburg drei Jahre lang aufschlug. Und auch die Hereinnahme von Nik- las Rudolf, der nicht wie üblich auf Diagonal, sondern auf Mitte agierte, erwies sich als Volltreffer. Ein Interview mit dem blonden Schlaks folgt in der Dienstagausgabe.

Nach einer kurzen Findungsphase im ersten Satz sorgte eine erste richtig starke Phase für die 16:15-Führung. Lindow-Gransee lag erstmals vorn. Und als dann die Annahme bei Giesen erheblich wackelte, sicherte sich der Heimsechser diesen Durchgang - untermauert mit einem Monsterblock von Romulo Galiao zum 23:19.

Zu Beginn des zweiten Satzes fegte ein grün-weißer Orkan übers Parkett. 8:2 hieß es nach wenigen Minuten. Lindow-Gransee gelang einfach alles. Klammheimlich kämpfte sich aber Giesen zurück, führte gar mit 14:13. Lindows Coach Eras mahnte, rief dazu auf, die Ruhe zu behalten. Erst recht nach vier Punkten in Folge für die Gäste zum 19:20. Mit Erfolg. In der packenden Schlussphase legte Lindow-Gransee immer vor. Drei Satzbälle wehrten die Gäste ab. Schließlich wuchtete Galiao im vierten Versuch den Ball zum Satzgewinn übers Netz.

Der dritte Satz war eine Marks-Show. Mit feiner Schlagtechnik, Wucht gepaart mit Auge, ließ er den Giesener Block stets alt aussehen. Frühzeitig war die Moral beim Spitzenreiter gebrochen. Gästetrainer Itamar Stein konstatierte: "Wir haben nicht überzeugt, Lindow dafür umso mehr, getragen vom fantastischen Publikum. Lindow ist für mich eines der besten Teams der Liga."

Mit einem brillanten Tänzchen unterstrichen die Grün-Weißen diese Einschätzung.

Lindow-Gransee: Kracht, Krüger, Schwerin, N. Marks, Rudolf, Galiao, Pomerenke - Steck, Boock, Krabel

Giesen-Grizzlies: Siwicky, Kapusniak, Hrinak, Wagner, Marius Appel, Bödecker, Fode - Moritz Appel, Witt, Behmenburg, Lehmann

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