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Matthias Henke 03.04.2017 23:35 Uhr
Red. Gransee, lokales@gransee-zeitung.de

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Schweizer Multitalent zu Gast in Gransee

Gransee (GZ) In diesem Frühjahr geben sich in der Galerie Eremitage an der Granseer Mauerstraße die Künstler die Klinke in die Hand. Am Osterwochende wird eine Schau eröffnet, die fünf Wochen lang zu sehen sein wird. Dann beginnen bereits die Vorbereitungen für die nächste Ausstellung.

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"Am Ostersonnabend haben wir das Vergnügen, eine neue wunderbare Ausstellung in der Eremitage zu eröffnen. Ausgestellt werden die ,Wochenblätter' des Schweizers Martin Amstutz. Das sind typografische Arbeiten, die mich schon seit Jahren begeistern und vermutlich erstmalig in Deutschland zu sehen sind", wirbt Galerist Marc Berger.

Eine Schweizer Zeitung bezeichnete Martin mal als "Jongleur zwischen Grafik und Kunst, Zeitung und Philosophie". Seine "Wochenblätter" druckt er seit vielen Jahren in eigener und - auf Reisen - in fremden Werkstätten. In Anmutung einer Zeitung entstehen typografisch reizvolle und eigenartige Blätter mit literarischen, dadaistischen und politischen Inhalten. Er bedient sich dabei des klassischen Buchdruckes, verbindet diesen aber mit typografischen und drucktechnischen Experimenten. Mittlerweile sind einige Hundert derartiger Arbeiten entstanden. "Die Eremitage Gransee ist sehr stolz darauf, eine Auswahl davon zeigen zu können", so Berger weiter.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Ostersonnabend in gewohnter Weise ab 16 Uhr in der Eremitage, Mauerstraße 4a, statt. Der Künstler Martin Amstutz erweise sich hierbei als Multitalent, so dass im Anschluss an die Vernissage noch ein musikalischer Abend in der Eremitage ins Haus steht. Denn Amstutz sei nicht nur ein begnadeter Drucker, sondern auch ein hervorragender Bandoneonspieler und bringe seine Band mit nach Gransee so Berger. Ab 19.30 Uhr ist daher ein Tangokonzert mit "Cafe Deseado" geplant. Julia Herkert (Violine/Viola) und Stefan Gschwend (Gitarre) musizieren in disem Ensemble gemeinsam mit Martin Amstutz. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, es geht ein Hut rum.

Die Ausstellung mit Amstutz' Drucken ist bis zum 18. Mai zu sehen, weil am 27. Mai dann schon die nächste Ausstellung folgt. In dieser werden Arbeiten der Purgatory Pie Press von Dikko Faust und Esther K. Smith aus New York gezeigt. Faust rief die Purgatory Pie Press 1977 zunächst in Madison, Wisconsin, ins Leben, bevor er nach New York zog und dort Esther Smith heirate, die ihn seitdem auch künstlerisch begleitet.

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