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Runde um Runde für den guten Zweck

Da wurde es noch einmal richtig voll: Die meisten Klassen der Sekundarstufe eins wurden gegen Ende des Laufs gemeinsam auf die Strecke geschickt.
Da wurde es noch einmal richtig voll: Die meisten Klassen der Sekundarstufe eins wurden gegen Ende des Laufs gemeinsam auf die Strecke geschickt. © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 14.09.2017, 12:02 Uhr
Gransee (GZ) Von ihrem Benefizlauf ließen sich am Mittwoch die Granseer Gymnasiasten auch von zwischenzeitlichen Regenschauern nicht abbringen. Zwar musste die Veranstaltung aufgrund des Wetters um zwei Stunden verkürzt werden, doch die Schüler gaben alles.

Wieder sollten Spenden für die Partnerklinik von "Ärzte helfen" im gambischen Serrekunda gesammelt werden. Im achten Jahr engagieren sich die Granseer dafür. Den Lauf selbst gibt es seit 13 Jahren. In den ersten Jahren ging das Geld an "Terres des Hommes". Pro Runde eines Läufers, die er binnen 30 Minuten absolvierte, geben von den Schülern akquirierte Sponsoren einen vorher vereinbarten Betrag, so das Konzept. Auch Ultraläufer waren wieder am Start. "Ohne diesen Lauf hätte sich das mit der Klinik vielleicht schon erledigt. Es ist mehr als sensationell, was da jedes Mal zusammenkommt", sagte Dr. Matthias Bormeister, Vorsitzender von "Ärzte helfen". Die Bilanz bisher könne sich sehen lassen: Mit mehr als 100000 Euro konnte die Klinik schon auf diesem Weg unterstützt werden. "Es ist aber schon ein wenig verrückt. Vergangenes Jahr musste der Lauf wegen der Hitze verkürzt werden, und heute wegen des genaues Gegenteils", so Bormeister.

Die Rundenbilanz des Vormittags sollte davon möglichst nicht geschmälert werden. Zwar war schon gegen 10 Uhr Schluss und damit zwei Stunden früher als geplant. Doch Schulleiter Dr. Uwe Zietmann schickte die unteren Jahrgänge, die eigentlich jeweils separat ihre Runden drehen sollten, kurz vor halb zehn kurzer Hand gemeinsam auf die Strecke, gab ihnen aber angesichts des teils matschigen Geläufs mit auf den Weg. "Sicherheit geht vor Rundenrekord". Ein leichter Schauer war da gerade abgeklungen. Die Strecke leergefegt hatte er aber nicht. Zum Teil mit Regencapes und -schirmen ausgestattet, hatten die Unentwegten weiter ihre Runden gedreht.

"Aber den Lauf kurzfristig zu verlegen wäre aus organisatorischer Sicht ein Riesenproblem geworden, also haben wir das durchgezogen", sagte Zietmann. "Was hilft's? Dann gibt's hinterher warmen Tee." Doch auch für Erfrischung war gesorgt. Den Part haben die Getränkespezialisten aus Grüneberg übernommen. Er könne sich aber über weit mehr Unterstützung freuen, betonte Zietmann. Angefangen beim Roten Kreuz und dem Katastrophenschutz, die für Notfälle bereit stehen, bis zu den zahlreichen Sponsoren: Von Eltern, die mit kleinen Eurobeträgen dabei waren, bis zum Pharmakonzern Takeda aus Oranienburg, der insgesamt 5000 Euro für die Runden bezahlte, die das dreiköpfige Team der Kreisverwaltung um Sozialdezernent Matthias Rink (CDU) absolvierte..Und auch Schüler vieler Grundschulen, so der Menzer, Gransee und Zehdenicker Einrichtungen beteiligten sich an der Aktion und spulten ihre Runden ab.

Bis alle Klassen ihre gelaufenen Runden abgerechnet haben, werde allerdings noch etwas Zeit vergehen, so Zietmann. Fest steht aber, dass die Spendensumme wieder öffentlichkeitswirksam übergeben werden soll. Vergangenes Jahr kamen beim Benefizlauf mehr as 20000 Euro zusammen.

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