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Narren übernehmen das Zepter

Zündende Idee: Die Havelfunken nennt sich die neue Tanzgruppe des FCK. Klar, dass die Mädchen beim Umzug mitmachten, wenn auch ein endgültiger Name noch gesucht wird.
Zündende Idee: Die Havelfunken nennt sich die neue Tanzgruppe des FCK. Klar, dass die Mädchen beim Umzug mitmachten, wenn auch ein endgültiger Name noch gesucht wird. © Foto: Matthias Henke/MOZ
Matthias Henke / 12.11.2017, 20:00 Uhr - Aktualisiert 13.11.2017, 13:24
Fürstenberg (GZ) In die fünfte Jahreszeit starteten am Sonnabend die Narren des Fürstenberger Carneval-Klubs (FCK). An der Kita "Spatzennest" setzte sich ein bunter und lautstarker Umzug in Bewegung, der pünktlich um 11.11 Uhr am Markt eintraf, wo der begehrte Schlüssel der Stadt entgegengenommen werden sollte.

Am 11. 11. übernahmen in Fürstenberg die Narren die Macht und sicherten sich den Schlüssel der Stadt.
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Carnevalsauftakt in Fürstenberg

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Kurzzeitig machte sich jedoch Verwirrung breit: Die Tür des Rathauses stand schließlich sperrangelweit offen. Wofür brauchte es da noch einen Schlüssel? Doch die Narren der Wasserstadt ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Bevor ein Rathausmitarbeiter es sich eventuell doch anders überlegt, wollten sie auf Nummer sicher gehen und forderten von Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) wie geplant den Schlüssel. Doch musste der auch erst einmal ausfindig gemacht werden. DJ Thomas Hentschel konnte da nicht weiterhelfen und verneinte auch jegliche Ambitionen, mit diesem Amt in Verbindung gebracht zu werden. Klar, dafür hatte er auch gar keine Zeit an diesem Vormittag, musste er doch nicht nur ein Auge auf die Technik haben, sondern auch stets mindestens eine Hand an der Bühnenüberdachung, um sie gegen Windböen zu verteidigen, die mehr als einmal daran zerrten.

Dann tauchte der Bürgermeister auf, jedoch ohne Schlüssel. Traditionell kann er sich davon nur schwer trennen. Und so stellte er den Majestäten auch in diesem Jahr eine knifflige Aufgabe, bevor sie ihn in ihren Besitz bringen konnten. Das Prinzenpaar, bestehend aus Marko I. und Ines II., sowie das Kinderprinzenpaar Finn I. und Charlotte I. musste sich auf eine Suche begeben. Den weiten Weg bis zum Silbersee - in Anlehnung an das diesjährige Motto "Die Halle bebt, denn Winnetou lebt" -, wollte der Bürgermeister ihnen ersparen. Aber immerhin bis zum Brunnen vor der Friedrich-Wilhelm-Straße 18 machten sie sich nach einem kurzen Blick auf die Schatzkarte auf den Weg - mit Erfolg. Wenige Minuten später konnte Prinz Marko dem versammelten Publikum auf dem Marktplatz stolz den Schlüssel präsentieren. Die kleine Charlotte hatte ihn entdeckt.

Nun haben also die Narren die Macht. Bürgermeister Philipp wünschte ihnen viel Spaß mit der ganzen Verantwortung und den Finanzen der Stadt. Ob die kostümierte Truppe mit widerstrebenden Geistern künftig vorzugsweise die Friedenspfeife raucht oder doch das Kriegsbeil ausgräbt, bleibt abzuwarten. Einen kritischen Kommentar, wenn auch in Versform, konnte sich Prinz Marko zur per Landesgesetz verhinderten Wiedereröffnung der Oberschule schon mal nicht verkneifen. Doch das nur am Rande. Eine frohe Botschaft hatte FCK-Präsident Sandro Große auch noch unters Volk zu bringen. Nicht nur hat jetzt die tolle Jahreszeit begonnen, diese wird auch von einer neu formierten Nachwuchstanzgruppe mitgestaltet. Die 17 Mädchen unter dem Namen "Havelfunken" zeigten auch gleich ihr Können. Doch ein endgültiger Name wird noch gesucht, Vorschläge sind willkommen.

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