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Neue Ausstellung zeigt die Schönheiten des Geronsees

Im MIttelpunkt steht der See: Gäste der Eröffnung betrachten die von Schülern und Pädagogen der Granseer Siemensschule gestalteten Schautafeln.
Im MIttelpunkt steht der See: Gäste der Eröffnung betrachten die von Schülern und Pädagogen der Granseer Siemensschule gestalteten Schautafeln. © Foto: MZV
Jürgen Rammelt / 13.11.2017, 19:01 Uhr
Menz (GZ) "Er ist neben dem Kloster und der Marienkirche ein Juwel in der Region mit einem großen Potenzial", schwärmte Mario Schrumpf, der Leiter des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land. Gemeint ist der Geronsee bei Gransee. Am Freitag wurde in der Regionalwerkstatt des Naturparks eine Ausstellung eröffnet, die den See in den Mittelpunkt stellt. Gestaltet wurden die 14 Tafeln, die auch den Inhalt eines Kalenders für das kommende Jahr füllen und der in verschiedenen Granseer Geschäften zum Preis von zehn Euro gekauft werden kann, von Schülern und Pädagogen der Werner-von-Siemens-Schule.

Deren Leiter Reinhard Witzlau war es auch, der neben Mario Schrumpf die Gäste begrüßte, die zur Eröffnung der Exposition gekommen waren. Witzlau brachte seine Freude zum Ausdruck, dass seine Schule zum zweiten Mal mit einer Ausstellung in den Räumen der Naturparkverwaltung präsent sein darf. Er erinnerte dabei an den Heimatdichter Theodor Fontane, der in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg auch Gransee mit seiner "landschaftlichen Lieblichkeit, mit dem Kloster und dem Wasser" erwähnte. "Mit dem Wasser hat er bestimmt den Geronsee gemeint"; sagte der Schulleiter.

Witzlau erklärte den Anwesenden, dass sich seine Schule seit 1997 mit dem Geronsee beschäftigt. Dabei hätte es mehrere umfangreiche Projekte mit unterschiedlichen Inhalten gegeben. Unterstützt worden sei die Schule unter anderem von Peter Casper vom Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Neuglobsow, der zur Eröffnung am Freitag gleichfalls anwesend war.

Was die inhaltliche Seite der Ausstellung betrifft, sind die 14 gestalteten Tafeln und damit auch die Kalenderblätter höchst informativ. Sie zeigen den See zu allen Jahreszeiten und es wird berichtet, dass früher das Eis im Winter an Fleischereien, Gaststätten und Brauereien zu Kühlung geliefert wurde. Aber auch über die Nutzung des Schilfs für Bauzwecke, die frühere Enten- und Karpfenhaltung sowie die zunehmende Verschlammung und Verlandung des Sees wird in der Ausstellung berichtet.

"1933 gab es ein großes Konzept gegen die Verlandung", berichtete am Freitag Reinhard Witzlau. Doch auch diese Pläne fielen sprichwörtlich ins Wasser, zumal die Vorbereitung des Zweiten Weltkrieges wichtiger schien. Bis 1949 durfte im Geronsee noch gebadet werden. Aber 1953 fiel die historische Anlage, die ebenfalls auf einem Bild gezeigt wird, dem Abriss zum Opfer. "Befahren werden darf der See nur mit Muskelkraft, und aktuelle Untersuchungen sind nicht bekannt", sagte Witzlau.

Die zwölf Kalenderblätter, gestaltet mit historischen Aufnahmen, mit Erläuterungen und Fotos aus der Neuzeit zeigen die Schönheit des Sees, von dem wahrscheinlich und wie geschildert bereits Fontane beeindruckt war. So ziert den Monat Februar ein Bild, das den See und die Stadt Gransee im Jahr 1790 zeigt. Im Juli steht die einstige Badeanstalt im Mittelpunkt, im September der Fischer, der im Geronsee hauptsächlich Aale, Zander und Karpfen fängt, und im November geht es um die Verlandung. Ins Format gebracht und gedruckt wurde der Kalender im Auftrag der Werner-von-Siemens-Schule von Marc Berger von der Edition Schwarzdruck, einem Granseer Unternehmen.

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