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Finanzamt lässt sich bei Pfändung helfen

Reichsbürger aus Velten im Visier der Polizei

Die Polizei musste eingreifen.
Die Polizei musste eingreifen. © Foto: Patrik Rachner/OGA
HGA / 17.05.2017, 19:48 Uhr
Velten (HGA) Mit Hilfe der Polizei hat das Finanzamt eine so genannte Reichsbürgerin in Velten pfänden lassen. Der Polizeieinsatz hatte bereits am Montagmorgen in Velten-Süd für Aufsehen gesorgt. Mit acht Bereitschaftspolizisten waren die Vollstreckungsbeamten in die Johann-Ackermann-Straße gefahren, um offene Forderungen einzutreiben. Angetroffen wurde die Frau zwar nicht, die Pfändung von Gegenständen aber trotzdem erledigt, nachdem eine Angehörige die Tür geöffnet hatte. Der Einsatz verlief nach Polizeiangaben ruhig.

"Die Polizei war um Vollstreckungshilfe gebeten worden, weil der Mann der Frau als gewaltbereit gilt", sagte Polizeisprecherin Dörte Röhrs am Mittwoch auf Nachfrage. Der 43-Jährige hatte erst im Februar für Schlagzeilen gesorgt, nachdem er einen Gerichtsvollzieher in einer Sackgasse am Veltener Umspannwerk aufgespürt und bedroht hatte. Später war er festgenommen worden, weil gegen ihn eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen nicht bezahlter Rechnungen verhängt worden war. Nach einer Zahlung von 1 800 Euro wurde der Mann aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Ihm droht nun aber neues Ungemach. Mehrere am Einsatz beteiligte Polizeibeamte denken über Strafanzeigen gegen den Reichsbürger wegen Verleumdung und übler Nachrede nach. Er hatte Polizisten in bei Facebook veröffentlichten Schreiben der Beihilfe zur Rechtsbeugung, Urkundenfälschung und Plünderung seines Eigentums bezichtigt.

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