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Behindertensportverein Oberhavel für "Sterne des Sports" nominiert

Sport verbindet: Beim Integrationssportfest begegnen sich Menschen mit und ohne Behinderung.
Sport verbindet: Beim Integrationssportfest begegnen sich Menschen mit und ohne Behinderung. © Foto: MZV
Aileen Hohnstein / 09.09.2017, 08:49 Uhr
Hennigsdorf (HGA) Beim Behindertensportverein Oberhavel gibt es Grund zur Freude: Der Verein ist nominiert für den Preis "Sterne des Sports". Am Dienstag ist die Preisverleihung in Potsdam. Egal, welcher Platz es letztendlich wird - es wird schon in die Zukunft geschaut und fleißig an neuen Projekten gearbeitet.

Es muss ja nicht alles Gold sein, was glänzt. Kerstin Helmecke, Vorsitzende des Behindertensportvereins Oberhavel, freut sich auch über Bronze. Der Verein ist nominiert für den Preis "Sterne des Sports" in Bronze. Seit 2011 wird die Auszeichnung von den Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie dem Deutschen Olympischen Sportbund verliehen. Er soll die ehrenamtliche Arbeit von Sportvereinen und deren wichtige Arbeit in Sachen Integration, Zusammenarbeit und Bewegung belohnen. Am Dienstag findet die Preisverleihung von sechs Brandenburger Vereinen der Region in Potsdam statt. Der Sieger kann weiter auf Landesebene um Silber und bei Erfolg um Gold auf Bundesebene kämpfen.

Soweit denkt Kerstin Helmecke aber noch nicht. Für sie ist die Nominierung in erster Linie eine Überraschung. "Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet. Das kam völlig unerwartet", gibt sie zu. Denn die Idee, sich beim Wettbewerb anzumelden, sei eher spontan zwischen Tür und Angel getroffen worden.

Steffen Leber von der Arbeitsfördergesellschaft PuR in Hennigsdorf hatte von dem Wettbewerb im Internet erfahren und gefragt: "Wollen wir uns nicht bewerben?" Schließlich richten PuR und der Behindertensportverein seit Jahren das Integrationssportfest aus, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam einen Tag mit sportlichen Wettkämpfen erleben.

Das Konzept kam bei der Jury an. Jeweils drei Mitarbeiter von PuR und vom Behindertensportverein werden nun am Dienstag in Potsdam mitfiebern, welcher Platz es am Ende wird. Die weiteren Nominierten kommen aus Potsdam und den Landkreisen Dahme-Spreewald, Märkisch-Oderland sowie Havelland.

Selbst wenn die Auszeichnung nicht nach Oberhavel gehen wird, plant Kerstin Helmecke schon die nächste Veranstaltung, bei der sich auch viele Menschen mit und ohne Behinderung, Alte und Junge begegnen sollen. "Denk an Dich" heißt diese und wird am 23. September ausgerichtet. Gruppen des Behindertensportvereins stellen sich vor. Die Senioren-Cheerleader-Gruppe präsentiert sich genauso wie die Rollstuhltanzgruppe. Es gibt verschiedene Mitmach-Aktionen wie Wunden-Schminken von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Zahlreiche Info-Stände werden vertreten sein. "Es geht darum, dass man sich informieren kann, wie man sich etwas Gutes tun kann und dass man mit anderen in Kontakt kommt", beschreibt Kerstin Helmecke die Idee hinter der Veranstaltung. Es ist eine Premiere, und sie hofft auf viel Besucher.

"Denk an Dich", am 23. September von 10 bis 17 Uhr im Stadtklubhaus Hennigsdorf, Edisonstraße 1. Freier Eintritt.

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