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Wiebke Wollek 13.09.2017 18:51 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Durch die Natur mit Ines Hübner

Velten (HGA) Entspannt, aber mit zügigen Schritten, wandert Ines Hübner durch die Natur in Veltens Norden. "In den Bergen", wie man im Ort sagt, fühlt sie sich wohl. "Hier bin ich gerne mit meinen beiden Enkelkindern", erzählt die 54-Jährige. Die Zeit mit der Familie genießt die amtierende Bürgermeisterin sehr, denn ein voller Terminkalender gehört zu ihrem Leben, wie das fröhliche Lachen, das sie sich auch an stressigen Tagen nicht verderben lässt. Und falls doch mal die Stimmung kippt, könnte ihr in Zukunft ein Tee mit der Aufschrift "Humor" helfen. "Den habe ich neulich für die Arbeit gekauft, aber noch nicht gekostet", erzählt sie. Im Büro darf es nach einem Kaffee am Morgen zwischendurch gerne mal eine Tasse Tee sein. Als Geschmacksrichtung bevorzugt die SPD-Kandidatin etwas Erfrischendes wie Minze.

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Liebt Spaziergänge und Sport: Ines Hübner.

© MZV

Beim Sport trinkt Ines Hübner Wasser mit einem Schuss Zitrone. Bewegung tut ihr gut. "Keine Zeit für Sport zu haben, ist bei vielen nur ein Alibi-Argument", sagt die Veltenerin, die gerne joggen geht oder Zumba tanzt. So nennt man die Mischung aus Aerobic und überwiegend lateinamerikanischen Tanzelementen. "Man braucht natürlich eine gute Organisation, um die Zeit dafür zu finden. Ich bin in keinem Verein, sondern in freien Gruppen. Da ist es nicht so schlimm, wenn man mal nicht kann."

Die Bezeichnung "in den Bergen", wo sie gerne spazieren geht, lässt Ines Hübner auch Jahrzehnte nach ihrem Umzug nach Velten immer wieder schmunzeln. Denn Berge hat die gebürtige Thüringerin als Kind in ganz anderen Dimensionen kennengelernt. 1963 erblickte sie in Eisenach das Licht der Welt und verbrachte dort die ersten 16 Jahre ihres Lebens. Nach der zehnten Klasse begann sie eine Lehre als Buchhändlerin in Leipzig. Anfang der 80er-Jahre lernte sie auf einer Feier ihren jetzigen Mann kennen. Kurz darauf begann ihr Studium als Buchhandlungsdiplomwirtin. Mittendrin - 1984 - brachte Ines Hübner ihre erste Tochter zur Welt. "Zu DDR-Zeiten war es ja ganz normal, als Studentin Mutter zu werden", erinnert sie sich.

Die junge Frau lebte fortan mit Mann und Tochter in Velten und pendelte regelmäßig nach Leipzig, um ihr Studium fortzuführen. "Ich habe damals vom Direktstudium ins Fernstudium gewechselt, das war kein Problem", erinnert sie sich. Nachdem alle Prüfungen geschafft waren, war auch mit den stundenlangen Zugfahrten nach Leipzig Schluss. "Das war vielleicht manchmal ein Abenteuer. Mein Mann musste oft ewig auf mich warten, weil er nicht wusste, wann ich ankomme. Telefon hatten wir nicht, aber das fanden wir nicht schlimm."

Nach Abschluss des Studiums arbeitete Ines Hübner in der Hennigsdorfer Stahlwerksbuchhandlung. Ihr wurde bereits in Aussicht gestellt, ein Veltener Geschäft zu übernehmen, doch dann kam die Wende. Ines Hübner wurde zum zweiten Mal Mutter und arbeitete schließlich in der Veltener Bibliothek. Der Posten als Amtsleiterin für Wirtschaftsförderung der Stadt Velten führte sie beruflich auf einen anderen Zweig. In der Nachwendezeit bewegten sie viele Themen, wie Infrastruktur, Arbeitsplätze oder Chancengleichheit für Frauen. "Ich wollte mich politisch einmischen und bin in die SPD eingetreten." Seit 2010 ist sie Bürgermeisterin. "Das ist für mich nicht nur ein Job, sondern eine Leidenschaft. Man muss dafür brennen." Das Schönste an diesem Posten sei es, mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen und die Stadt aktiv gestalten zu können. Wichtige Themen sind für Ines Hübner die barrierefreie Gestaltung des Bahnhofs und die S-Bahn-Anbindung, für die die Stadt schon sehr lange kämpft.

Nach sieben Jahren als Bürgermeisterin hat die Amtsinhaberin nach wie vor "Lust auf Velten", wie man nicht nur den unzähligen Wahlplakaten am Straßenrand, sondern auch ihrem motivierten Auftreten entnehmen kann.

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