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Pro Velten spaltet sich

Roland Becker / 09.11.2017, 11:40 Uhr
Velten (MOZ) Wenige Stunden vor der Sitzung des Veltener Stadtparlaments ist es zu einem politischen Paukenschlag gekommen. Pro Velten hat sich gespalten. Fraktionsvorsitzender Marcel Siegert teilte am Donnerstagvormittag mit, dass vier von sieben Mitgliedern die Fraktion verlassen.

Dazu zählen Siegerts Stellvertreter Stefan Gansel sowie Kristina Wolf, Susanne Mihatsch und Mike Gabrich. Alle vier wollen laut Siegert ihr Stadtverordnetenmandat behalten. Ob sie das als Einzelkämpfer tun, eine neue Fraktion bilden oder sich einer bestehenden - etwa Die Unabhängigen Ofenstädter (DUO) - anschließen, ist nicht bekannt. Bereits Anfang des Jahres waren Petra Künzel und Marianne Michaelis aus der Fraktion Pro Velten ausgeschieden und hatten sich als DUO neu organisiert.

Von der mit neun Mitgliedern nach den Kommunalwahlen 2014 stärksten Fraktion sind nur noch drei übrig: Marcel Siegert bleibt Fraktionsvorsitzender, neue Stellvertreterin ist Mandy Krüger, Dritte im Bunde ist Siegerts Mutter Helga Siegert.

Siegert teilte dem Rathaus und Stadtverordnetenvorsteher Hans-Jörg Pötsch (CDU) auch mit, dass er seine Vorsitze im Bau- und im Finanzausschuss niederlegt. Er beantragte zudem die Neubesetzung aller Gremien des Stadtparlaments. Das ist schon wegen der veränderten Mehrheitsverhältnisse nötig. Die Zusammensetzung der Ausschüsse und anderen Gremium richtet sich nach der Stärke der Fraktionen. Diese ist auch ausschlaggebend für die Vergabe der Vorsitze.

Auf einer öffentlichen Versammlung, zu der Pro Velten am Montag eingeladen hatte, gab es keinerlei Anzeichen für eine Spaltung. Auch von differierenden politischen Auffassungen war nichts zu spüren. Allerdings hatten Siegert seine eigene politische Zukunft an diesem Abend offen gelassen. Auf Nachfrage teilte er am Donnerstag mit, dass der Verein Pro Velten als Unabhängige Wählervereinigung weiterhin bestehen bleibt. Ob er nach der Neuordnung im Stadtparlament bereit sei, wieder den Vorsitz in einem Ausschuss zu übernehmen, ließ er offen.

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