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Zugang zum See auch in der Winterzeit

Im Sommer ein Magnet für Badegäste und Wassersportler: der Bernsteinsee bei Velten
Im Sommer ein Magnet für Badegäste und Wassersportler: der Bernsteinsee bei Velten © Foto: MZV
Roland Becker / 11.11.2017, 09:00 Uhr
Velten (OGA) Der Bernsteinsee wird auch künftig außerhalb der Kassenöffnung für jedermann zugänglich bleiben. Das beschlossen Veltens Stadtverordnete am Donnerstag und schlossen sich damit mehrheitlich einem Antrag der Fraktion Pro Velten an. Lediglich Petra Künzel (Die Unabhängigen Ofenstädter) enthielt sich der Stimme.

Pro Velten hatte diesen Antrag bereits im Frühsommer gestellt. Damals argumentierte die Verwaltung aber, dass erst die Sommersaison abgewartet werden solle, ehe über einen dauerhaften Zugang zum See entschieden wird. Auf Nachfrage von Marcel Siegert (Pro Velten) teilte Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) mit, dass die Verwaltung empfehle, dem Antrag zuzustimmen.

Zu Beginn der Saison hatte die Stadt noch geplant, den Zugang zum See mit der Schließung des Kassenhäuschens um 20 Uhr zu beenden. Als sich dagegen auch parlamentarisch Protest regte, ruderte Hübner zurück. Man wolle über eine Saison den Zugang testweise auf 24 Stunden ausdehnen. "Wir werden nach der Saison auswerten, wie es mit Vandalismus und Verschmutzung aussah." Diese Auswertung lieferte sie nun am Donnerstag. Den Abgeordneten teilte sie mit, dass in den Abfallcontainern durchaus auch Fremdmüll abgeladen worden sei. Die Müllentsorgung habe bis Oktober knapp 3400 Euro gekostet. Von Vandalismusschäden sprach sie allerdings nicht. Auch von unverhältnismäßig viel Glasbruch, der nach privaten Partys dort zurückbleiben könnte, sprach Hübner mit keinem Wort.

Mit dem nun gefassten Beschluss kann der Bernsteinsee auch außerhalb der Saison besucht werden. Für ein noch zu erarbeitendes Nutzungskonzept regte Hübner an, den Zugang während der Saison auf 22 Uhr zu begrenzen. Ein späteres Verlassen soll aber möglich sein. Dr. Michael Unrath (Linke) gab ein rechtliches Problem zu bedenken. Wenn der See auch außerhalb des bewirtschafteten Badebetriebs zugänglich bleiben soll, müssten aus versicherungstechnischen Gründen Schilder darauf hinweisen, dass das Betreten auf eigene Gefahr geschieht. Diesem Hinweis will die Verwaltung folgen.

In dieser Saison haben 16625 Besucher für Einnahmen in Höhe von 45800 Euro gesorgt. Die Ausgaben beliefen sich auf 30080 Euro. Der seit diesem Jahr - ebenfalls aus Versicherungsgründen - umzäunte Bernsteinsee wird von der stadteigenen Regionalen Entwicklungsgesellschaft (REG) betrieben. Die sorgte im Sommer auch dafür, dass sich ein Rettungsschwimmer und zwei weiter Mitarbeiter um den Badebetrieb kümmerten.

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