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18.06.2017 09:00 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Stefan Horvarth - seit 28 Jahren Friedensdauerläufer

Oranienburg (bu) Das Peace-Zeichen gehört zu ihm, wie seine Pudelmütze, die enganliegenden Funktionhosen und die grellen Sportschuhe. Der Dauerläufer Stefan Horvath verfolgt ein hehres Ziel. Er ist für den Weltfrieden unterwegs.

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Give me peace! Seit mehr als 28 Jahren ist Stefan Horvarth unterwegs. Sein Auftrag: Die Weltfriedensbotschaft verbreiten. Einmal im Jahr ist er auch in Oranienburg.

© Burkhard Keeve/MOZ

Einmal im Jahr macht er auch einen Stopp in Oranienburg, um noch bei einem Friseur, in der Nicolaikirche und bei Bekannten vorbeizuschauen, die ihn unterstützen. Denn Geld hat der 59-Jährige keins, eine Wohnung auch nicht.

Damit und mit Besitz, dem Beruf, dem "normalen Leben" hat der Wiener vor gut 50 000 Kilometern abgeschlossen. "Ich musste raus", sagte er - aus dem Hamsterrad aus Arbeit, Aufstehen, Arbeit, Aufstehen. Es packte ihn und ließ ihn nicht mehr los. Sein Drang zu helfen und zu missionieren - auf seine ganz spezielle Art, die ihm nicht nur Freunde einbringt, weil er ein schräger Vogel ist. Doch wer sich ihm öffnet, erkennt den feinen Menschen, ahnt seine Motivation und fängt an, ihn zu bewundern, weil er einfach alles hinter sich gelassen hat, um die Welt zu retten.

Seit mehr als 28 Jahren ist Horvath zu Fuß in Europa unterwegs, dabei sammelt er Geld und Sachspenden für Bedürftige, organisiert Hilfskonvois und unterstützt Frank Zander bei dessen Weihnachtsfest für Obdachlose im Berliner Hotel Estrel. 50 Paar Schuhe hat er schon verschlissen.Doch auch an ihm nagt das Alter. Früher konnte er mit seinem Rucksack und der unverkennbaren Pudelmütze auf dem Kopf schon mal hundert Kilometer am Tag dem Frieden ein Stück näherkommen. Heute sind es höchstens zehn oder zwanzig. Das tut seiner Mission aber keinen Abbruch. Blöd ist nur, dass er gerade einen Monat pausieren musste, weil ihn ein Infekt und eine Bronchitis auf der Läuferlunge lag. Doch demnächst geht es nach Leipzig. Langsam, aber stetig. Hetze ist sowieso nicht sein Ding. Höchstens die andere Hetze, die rechtsradikale, die er bei Legida- und Pegidaauftritten erlebt hat. Auch dagegen setzt er Fuß auf Fuß.

Zwei Jahre will Stefan Horvath noch einen Fuß vor den anderen setzen. Dann will der Weltfriedenswanderer aus Österreich seine Beine hochlegen. "Mein Ziel ist Norwegen. Ich will in die Natur zurück. Dort bleibe ich und schreibe ein Buch."

Das Leben auf der Straße, der Marsch, sein ganz privater Weg als Friedensbotschafter, fordert Tribut. 1989 kappte Stefan Horvath 1989 sein bürgerliches Leben radikal. Der Wiener, der nach eigenen Angaben damals ein erfolgreicher Bauunternehmer war, selbstständig und mit eigener Firma, kommt nach seinem jahrzehntelangen Dauerlauf nun an seine körperlichen Grenzen. Das ist ihm anzumerken und anzusehen.

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