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Friedhelm Brennecke 11.09.2017 18:35 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

landkreise/oberhavel/oranienburg/oranienburg-artikel/dg/0/

Ein Stück Zeitgeschichte für die Gedenkstätte

Oranienburg (OGA) Ein wertvolles Album mit mehr als 50 Fotos aus dem sowjetischen Speziallagers ist dieser Tage der Gedenkstätte Sachsenhausen überreicht worden. Es wird das Speziallager-Museum um wichtige Dokumente, die auch für die Forschung bedeutend sind, bereichern.

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Wertvolles Dokument: Alla Kostjuchina überreichte des rote Album ihres Schwiegervaters an Günter Morsch.

© MZV

Die 73-jährige Alla Kostjuchina, die eigens aus Moskau anreiste, hat das rote Album mit 80 Seiten aus ihrem Familienbesitz Stiftungsdirektor Günter Morsch überreicht. Alla Kostjuchina ist die Ehefrau des vor drei Jahren gestorbenen Dmitrij Kostjuchin, der als Kind von 1945 bis 1950 in Sachsenhausen lebte und bereits im Jahr 2000 Teile des Nachlasses seines Vaters an die Gedenkstätte übergeben hatte. Er war der Sohn des Kommandanten des sowjetischen Speziallagers, Alexej Kostjuchin.

"Es ist wichtig, dass die Erinnerung an diese Zeit hier in der Gedenkstätte in einem eigenen Museum aufrechterhalten wird", sagte Alla Kostjuchina bei der Übergabe des Albums. "Ich freue mich, dass die Fotos in den Sammlungen der Gedenkstätte dauerhaft für die Nachwelt aufbewahrt werden", sagte die Diplomingenieurin, die unter anderem an der Konstruktion von Kraftwerken mitgearbeitet hat, aber auch als Büroleiterin eines Anwalts in Moskau tätig war.

Gedenkstättenleiter Günter Morsch dankte für die wertvolle Schenkung. "Es handelt sich um ein ganz besonderes Album, weil es neben Bildern von verschiedenen Karrierestationen des sowjetischen Tschekisten Alexej Kostjuchin mehr als 50 Fotos aus dem Inneren des sowjetischen Speziallagers enthält. Es sind die einzigen bisher bekannte Bilder aus einem sowjetischen Speziallager, die streng von der Außenwelt abgeschottet waren", sagt Morsch. Wachmannschaften und Familienangehörige seien auf den Bilder zu sehen, aber keine Häftlinge. "Das ist charakteristisch für die Herkunft dieser Bilder", so Morsch.

Dmitrij Kostjuchin hatte bei der Übergabe von Teilen des Nachlasses seines Vaters im Jahr 2000 erklärt, er verstehe das als einen kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung. Einige der Dokumente werden im Museum zur Geschichte des Speziallagers gezeigt.Rund 60 000 Menschen sperrte der sowjetische Geheimdienst zwischen 1945 und 1950 in Baracken des ehemaligen KZ Sachsenhausen ein. Etwa 12 000 Häftlinge starben dort an Hunger und Krankheiten. 180 sowjetische Soldaten haben das Lager bewacht.

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