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TuS-Debakel in glimpflicher Höhe

TuS-Torwart Nick Schrobback
TuS-Torwart Nick Schrobback © Foto: MZV
Stefan Zwahr / 12.11.2017, 17:54 Uhr
Sachsenhausen (MOZ) Dem TuS 1896 gelang am Sonnabend gar nichts, dem Gegner nahezu alles. Ergebnis: Sachsenhausen verlor in der Fußball-Brandenburgliga auf eigenem Platz mit 1:5 (0:3) - und war mit diesem Resultat noch gut bedient.

"Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals so vorgeführt worden zu sein", bemerkte TuS-Torwart Nick Schrobback nach der ersten Heimniederlage der Saison. Diese stand nach einer der schlechtesten Halbzeiten in der zehnjährigen Brandenburgliga-Geschichte der Sachsenhausener früh fest und hätte durchaus höher ausfallen können.

"Was wir gespielt haben, war eine Katastrophe. Es ist mir unerklärlich", so der Keeper der Hausherren, die zuvor nur eine Niederlage in zehn Spielen kassiert hatten. "Schon in den letzten Wochen haben wir nicht den Fußball gespielt, den wir spielen wollen. Da hatten wir aber immer noch Glück und haben die Kurve bekommen", räumte Schrobback ein. Das gelang diesmal nicht. "Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass für uns in diesem Spiel etwas zu drehen ist."

Im Duell zweier Teams aus dem ersten Tabellendrittel sahen 163 Zuschauer phasenweise einen Klassenunterschied. Falkensee spielte technisch gefällig auf, zeigte ein beeindruckendes Umschaltspiel und offenbarte die Schwächen im Defensivspiel des Gastgebers gnadenlos. Dabei hatten die Schützlinge von Trainer Oliver Richter die erste Chance des Spiels, als Leon Weigt den Ball aus Nahdistanz über den Kasten setzte (6.). Danach ging beim TuS im Offensivspiel nichts mehr. Vor dem Ehrentreffer durch Andor Müller (80.) ergab sich nur noch eine Chance, als Florian Schulte freistehend eine flache Eingabe von Paul Döbbelin verpasste (67.). "Uns fehlt im Moment der letzte Pass", bedauerte Schrobback.

Dieser musste mit ansehen, wie sich vor dem eigenen Tor die Fehler häuften. Und das gegen einen Gegner, der eine überragende Vorstellung ablieferte. "Für Verbandsliga-Verhältnisse war das nahezu perfekt", zeigte sich auch Trainer Jörg Heinrich angetan. Seine Mannschaft habe mit Höllentempo und wenigen Kontakten nach vorn gespielt, wusste so die schnellen Offensivleute in beeindruckender Manier einzusetzen. Und das gegen einen TuS, der viele einfache Fehler machte und die meisten Zweikämpfe verlor. Bis zur Pause kamen die Havelländer so zu Toren durch Patrick Lenz (10., 43.) sowie Moris Fikic (14) und vergaben vier Großchancen. Sanel Begzadic (47.) und Cedric Burchardi (59.) legten nach der Pause schnell nach. Heinrich: "Ich muss jeden einzelnen Spieler loben. Auf jeder Position wurde fast immer die richtige Entscheidung getroffen." Es sei eine Topleistung über 90 Minuten gewesen. "Dann kommt auch mal so ein Ergebnis raus, das auch in der Höhe verdient ist."

Sachsenhausen: Schrobback -Pressmann (46. Wunderlich), Höpfner, Pilz (83. Wiesner), Rutzen, Wolter, Schulte, Weigt, Groll, Müller, Döbbelin

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