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Eklat bei der CDU Oberhavel

Versteht die Aufregung nicht: Nicole Walter-Mundt
Versteht die Aufregung nicht: Nicole Walter-Mundt © Foto: MZV
Burkhard Keeve / 13.11.2017, 20:13 Uhr
Oberhavel (OGA) Ein heftiger Machtkampf ist innerhalb der CDU Oberhavels ausgebrochen. Im Mittelpunkt steht dabei die Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Oranienburg, Nicole Walter-Mundt. Es kam zum Eklat.

Wie jetzt herauskam, hat Nicole Walter-Mundt unter anderem versucht, sich als Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion zu installieren. Außerdem wollte sie verschiedene Posten und Funktionen für sich und den Hohen Neuendorfer Parteikollegen und Dezernenten Matthias Rink durchsetzen.

Ihren Fahrplan zum Machtwechsel hatte sie schriftlich fixiert und dem aktuellen Fraktionschef und CDU-Kreisvorsitzenden Frank Bommert sowie Frank Stege, Amtsdirektor von Gransee, schon im August vorgelegt. Wie bei einem Vertrag sollten Bommert und Stege die "Übereinkunft" unterschreiben. Dieser Vertragsentwurf liegt der Redaktion vor. Oberhavels CDU-Chef bestätigte am Montag das Vorgehen von Nicole Walter-Mundt. "Ich kann so eine Zusage nicht geben, weder schriftlich noch mündlich", sagte Bommert am Montag.

Im Gegenteil machte Bommert den Fall am 8. November innerhalb des CDU-Vorstandes öffentlich, was zu einem lautstarken Streit führte. Frank Bommert zeigte sich entsetzt über das gesamte Vorgehen. "So etwas habe ich noch nicht erlebt." Im Vorfeld habe er noch mit Nicole Walter-Mundt über ihre Macht-Ambitionen gesprochen, ihr geraten "langsam zu machen und erst einmal in die zweite Reihe zu treten und sich zur Vize aufstellen zu lassen", so Bommert. Doch Walter-Mundt habe darauf bestanden, "dass wir unterschreiben". Nicole Walter-Mundt versteht das Schreiben hingegen nur als "Arbeitspapier", wie sie am Montag sagte. "Es geht nicht um mich, es geht um die Partei." Sie wolle "Veränderungen in der CDU-Struktur" und habe dazu "ihre Ideen aufgeschrieben, um sie zu diskutieren". Die heftige Kritik an ihrem "Arbeitspapier" habe sie überrascht und enttäuscht. Sie bedaure, dass "dieses Papier jetzt gegen mich verwendet wird".

(Weitere Stimmen sowie Auszüge aus dem schriftlichen Vertragsentwurf können Sie in der Dienstagsausgabe des Oranienburger Generalanzeigers lesen)

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