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Mehr Fördergeld für Tagesmütter

Liebevolle Betreuung: Manuela Lorenz bietet sie.
Liebevolle Betreuung: Manuela Lorenz bietet sie. © Foto: MZV
Martin Risken / 14.11.2017, 19:59 Uhr
Zehdenick (GZ) Wegen des anhaltenden Mangels an Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten in Zehdenick, will die Kommune nun die Position von Tagesmüttern stärken. Dazu soll eine Richtlinie zur Förderung der Kindertagespflege erarbeitet werden. "Ziel dieser Richtlinie ist es, die Kindertagespflege attraktiver zu gestalten und Anreize für die Errichtung neuer Kindertagespflegeeinrichtungen zu gestalten", heißt es dazu in der Begründung der Beschlussvorlage, über die der Bildungsausschuss auf seiner Sitzung am 21. November ab 19 Uhr im Rathaus beraten wird. Bisher waren die Festlegungen zur Kindertagespflege nur in einem Paragrafen der Kitasatzung der Stadt geregelt, künftig wird eine eigenständige Richtlinie erarbeitet, was die Bedeutung der Tagesmütter unterstreichen dürfte. Konkret sieht der Entwurf der Stadtverwaltung vor, die Entgelte der Tagespflegepersonen für den Sachaufwand und die Förderleistung zu erhöhen. Zum Sachaufwand zählen unter anderem Kosten für das Mittagessen und die Getränkeversorgung, Miet- und Mietnebenkosten, Spiel- und Bastelmaterial und einiges andere mehr. Für Personen, die eine Kindertagespflegeinrichtung neu in Zehdenick schaffen möchten, werden von der Kommune die Kosten für die vom Jugendamt festgestellte Grundqualifizierung übernommen. Außerdem kommt die Kommune den Tagesmüttern mit viel Berufserfahrung und der Bereitschaft zur Qualifizierung entgegen, indem sie Förderleistungen in drei Entgeltstufen gewährt. So soll sichergestellt werden, dass Tagesmütter ihren Kollegen in städtischen Kindertagesstätten finanziell in etwa gleichgestellt werden. Geregelt wird auch die Beteiligung der Kommune an Sozialausgaben, unter anderem zu einer angemessenen Altersvorsorge sowie für die Kranken- und Pflegeversicherung. Die neue Richtlinie soll zum 1. Januar 2018 in Kraft treten, auch wenn sie voraussichtlich erst am 11. Januar durch das Stadtparlament beschlossen werden kann.

Erst vor einem Jahr hatte die Stadt die Kindertagesstättenbedarfsplanung überarbeitet. Dabei kam heraus, dass rund 60 Betreuungsplätze fehlen. Ziel ist es zwar, eine neue Kita zu bauen beziehungsweise eine vorhandene Einrichtung zu erweitern. Doch bis die neue Einrichtung zur Verfügung stehen wird, dürften noch Jahre vergehen. Die Kapazität bei Tagesmüttern zu erweitern, scheint da kurzfristiger machbar zu sein.

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