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Torhüter Sven Roggentin erleidet Kreislaufkollaps

OFC-Keeper berichtet von seinem Kreislaufkollaps

Braucht eine Pause: OFC-Keeper Sven Roggenthin (rechts)
Braucht eine Pause: OFC-Keeper Sven Roggenthin (rechts) © Foto: Karsten Schirmer
Steffen Kretschmer / 29.11.2017, 12:17 Uhr
Oranienburg (OGA) "So etwas brauche ich nicht noch einmal", sagt Sven Roggentin. Auch mit etwas Abstand zum Spiel seines Oranienburger FC Eintracht am Sonnabend beantwortet er die Frage nach seinem Befinden mit "geht so. Schön ist anders". Im Spiel gegen den Ludwigsfelder FC (1:1) war dem Torhüter nach gut einer Stunde plötzlich schwarz vor Augen geworden.

An die eigentliche Aktion kann sich der OFC-Keeper nur noch bedingt erinnern. Den abgefälschten Ludwigsfelder Freistoß von halblinks hat er noch vor sich. Danach werde es aber schwierig für ihn, das Geschehene zu beschreiben. "Ich weiß nicht, ob ich gesprungen bin oder nicht. Bei meiner Abwehraktion hat sich der Kreislauf verabschiedet, und anstatt nach oben, ging es nach unten", erzählt Roggentin. "Das nächste was ich weiß, war, dass ich am Boden lag. Ich habe gleich gesagt, dass ich nicht mehr kann, dann die Augen zugemacht und sie erst im Krankenwagen wieder geöffnet."

Mehrere Minuten lang war die Partie der Fußball-Brandenburgliga unterbrochen. Für den Torhüter der Oranienburger war das Spiel beendet und er wurde ins Krankenhaus gebracht. Es besteht der Verdacht, dass Roggentin möglicherweise einen Infekt verschleppt, und nun die Quittung dafür bekommen haben könnte. "Ich hatte in den vergangenen Monaten auch eine Menge Stress, und in der letzten Woche gemerkt, dass das alles sehr kräftezehrend ist. Ich bin am Limit und sehne mich nach der Pause. Mein Körper hat sie sich jetzt einfach geholt", gibt der 35-Jährige zu.

Schon in der ersten Halbzeit gegen den LFC war bei Roggentin nicht alles im grünen Bereich. Er fühlte sich in einigen Momenten unwohl. "Gerade bei schnellen Bewegungen zum Ball habe ich schon Wackelbilder gesehen", sagt der Keeper. Er berichtete davon zwar seinem Trainer, wollte das Spiel selbst aber unbedingt durchziehen. Denn damit, "dass in der zweiten Halbzeit der große Hammer kommen würde, habe ich überhaupt nicht gerechnet."

In der kommenden Woche wird sich Sven Roggentin noch einmal genau untersuchen lassen. Ein Langzeit- sowie ein Belastungs-EKG sollen "Schlimmeres ausschließen". Der Torhüter geht aber davon aus, dass es keine auffälligen Ergebnisse geben wird. Denn gut fünf Wochen vor seinem Black-Out auf dem Platz am vergangenen Wochenende hat er sich schon einmal "komplett durchchecken lassen. Damals waren die Werte super."

Am Montag und Dienstag hatte Sven Roggentin mit dem Training beim Oranienburger FC Eintracht ausgesetzt. Er muss sich erholen. Deshalb ist auch noch völlig offen, wann er wieder zwischen den Pfosten stehen wird. "Wir müssen schauen, wie wir die letzten Spiele über die Bühne kriegen", sagt er.

Denn schon gegen Ludwigsfelde wurde die Besetzung des Torhüter-Postens für das Team aus der Kreisstadt zum Problem. Roggentin war der einzige etatmäßige Schlussmann im Aufgebot von Trainer Hans Oertwig.

Als die Nummer eins vom Platz musste, sprang Feldspieler Christopher Friedrich in die Bresche und hielt den Kasten nach seiner Einwechslung sauber. "Er soll das wirklich super gemacht haben", freut sich Roggentin über die Leistung seines Ersatzmannes. "Ich muss aber auch sagen, dass mein größter Respekt der Mannschaft gilt. Dass es gelungen ist, gegen den Tabellenführer der Brandenburgliga einen Punkt zu holen, ist einfach super." Der erste Gedanke des Torhüters war deshalb folgender, nachdem er im Krankenhaus davon erfahren hatte, dass Alexander Schütze in der fünften Minute der Nachspielzeit das 1:1 markieren konnte: "Es ist einfach ärgerlich, dass die Aktion, in welcher mir schwarz vor Augen wurde, zum einzigen Tor für Ludwigsfelde führte."

Erst vor wenigen Tagen hatte sich OFC-Schlussmann Henrik Herrmann am Knie verletzt. "Ich habe eine Bänderzerrung und der Meniskus hat auch etwas abbekommen", sagt er.

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