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CDU veranstaltet in dem Haveldorf erstmalig Gesprächsrunde mit Bürgern

CDU-Politiker stellen sich den Bürgern

Ohr an der Masse: Die CDU befragte in Bredereiche Bürger. Am dringendsten scheint ein Ausbau der L 214 zu sein.
Ohr an der Masse: Die CDU befragte in Bredereiche Bürger. Am dringendsten scheint ein Ausbau der L 214 zu sein. © Foto: GZ/Thomas Pilz
Thomas Pilz / 07.12.2017, 12:30 Uhr
Bredereiche (GZ) Nicht um den heißen Brei herum geredet wurde am Dienstagabend in der Bredereicher Gaststätte Herm. Die CDU hatte zu einer neuen Veranstaltungsreihe eingeladen und zahlreiche Einheimische fanden sich ein.

Landtagsabgeordneter Henryk Wichmann und Uwe Feiler, der Bundestagsabgeordnete der CDU für den dortigen Wahlkreis, stellten sich den Fragen der Bürger, ebenso Olaf Bechert, CDU-Stadtverordneter und Mitglied des Kreistages, Ilona Friedrich (CDU), Vorsitzende des Fürstenberger Parlamentes, sowie Gregor Klos (Allianz für Fürstenberg und Ortsteile), Ortsvorsteher in Bredereiche. Hintergrund war das Rätselraten nicht weniger Beteiligter, weshalb die AfD bei den Bundestagswahlen im September so viele Stimmen in dem Haveldorf erhielt. Eventuellen Vorbehalten gegenüber demokratischen Institutionen wollte man auf den Grund gehen.

Freilich drehte sich das Stammtisch-Gespräch vor allem um drängende politische Probleme, die möglicherweise Auslöser für anhaltenden Frust bei den Bürgern im ländlichen Raum sein könnten. An erster Stelle ging es um den maroden Zustand der Landesstraße (L) 214, für deren Sanierung und rasche Übernahme durch den Landkreis sich eine Bürgerinitiative (BI) seit kurzem stark macht - unterstützt von den Christdemokraten.

Wichmann verhehlte nicht, selber unzufrieden mit der Landespolitik auch bei der Straßensanierung zu sein. "Das Land hat genug Geld, zum Beispiel 1,3 Milliarden in den Rücklagen", betonte er. Außerdem stünden 500 bis 600 Millionen Euro aus der gescheiterten Kommunalreform zur Verfügung. Auch wenn das Geld nicht für den Ausbau aller maroden Landesstraßen ausreicht, es könnten erhebliche Mittel für Straßen wie die L 214 verwendet werden. Wichmann machte klar, er verstehe die Landesplanung nicht. 2008 seien die Grundzentren abgeschafft worden, mit der Konsequenz, dass Kommunen wie Fürstenberg weniger Zuwendungen erhalten.

Ein weiteres Hemmnis bei der Durchsetzung einer Politik für die Bürger im ländlichen Raum seien die Beharrungskräfte der Ministerialbürokratie. Man nehme nur die verhängnisvolle Fortschreibung der Landesplanung zu Lasten der Randregionen. "Da sitzen oft Wessis an entscheidenden Posten und entscheiden über Projekte ohne eine Ahnung von Menschen und Regionen", sagte Wichmann und Feiler betonte, dies gelte auch für Bundesbehörden.

Eine Bredereicherin ärgerte sich freilich über eine ihrer Meinung nach unzureichende Arbeit der Fürstenberger Stadtverwaltung. Wie könne es sein, dass fünf unterschiedliche Sorten von Straßenlampen in dem Dorf installiert wurden, ebenso unterschiedliche Straßengeländer?

Als wenig bürgerfreundlich und im Einwerben von Fördermitteln wenig clever bezeichneten die CDU-Vertreter die Arbeit der Stadtverwaltung. Uwe Feiler wusste, was dagegen zu tun sei: "Da kann man nur eines tun, den Bürgermeister abwählen", erklärte er mit Blick auf die Wahlen zum Stadtoberhaupt in Fürstenberg im ersten Halbjahr 2019. Olaf Bechert empfahl den Anwesenden, sie mögen den Ortsvorsteher in seiner Arbeit unterstützen, statt im stillen Kämmerlein zu maulen. Wichmann sprach von der Übermacht der Hauptverwaltungsbeamten, die rechtlich korrigiert werden müsse.

Einig war man sich, dass Fürstenberg unbedingt eine weiterführende Schule benötige, das müsse unbedingt für die Familien erreicht werden.

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