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Jörg Kotterba 28.05.2017 21:09 Uhr
Red. Eisenhüttenstadt, eisenhuettenstadt-red@moz.de

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Ein sonnengelber Kinderspaß

Neuzelle (MOZ) Traumfänger-Lieder, Kutschfahrten, Wasserspiele: Auf dem Neuzeller Spielplatz wurde Sonntagnachmittag mit einem Kindertagsfest die fast 8000 Euro teure Riesen-Hüpfburg eingeweiht. Der sonnengelbe Kinderspaß wurde aus Spenden finanziert.

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Am Flohmarktstand: Vivien Schulz (l.) suchte Strampler und ließ sich von Michaela Jach beraten. Ihr 16-jähriger Sohn Noel half mit.

© Jörg Kotterba

Berit Krüger genoss diesen Tag. Immer und immer wieder lief die Achtjährige auf die kunterbunte Riesen-Hüpfburg zu, sprang hinauf - und hüpfte, hüpfte, hüpfte. "Genauso haben wir uns das vorgestellt", freute sich Dietmar Baesler, Neuzelles ehrenamtlicher Bürgermeister. Sonntag, kurz nach halb drei, begrüßte er auf dem Spielplatz an der Frankfurter Straße im Namen des Ortsbeirats Kinder aus Neuzelle und Umgebung mit ihren Eltern und Verwandten.

Dann wurde sie mit viel Hallo eingeweiht: Die neue Hüpfburg, "finanziert aus Spenden und vielerlei Aktionen, darunter Benefizkonzerte mit allen Neuzeller Kindereinrichtungen", wie Baesler betonte. Fast 8000 Euro habe die sonnengelbe Riesen-Hüpfburg mit dem supergroßen Clown-Gesicht im "Inneren" gekostet. "Wir werden diese kleine Attraktion zu allen möglichen Gelegenheiten aufstellen, vermieten sie aber auch zu einem kleinen Obolus", sagt der Bürgermeister. Jeder Euro für das Spendenkonto sei willkommen, bekräftigte auch Christina Riese, einzige weibliche Vertreterin im Ortsbeirat. Sie hatte für den Kuchenbasar ein halbes Dutzend Frauen um sich geschart. Jedes Stück der Leckerei kostete einen Euro - auch fürs Spendenkonto, "damit wir den Spielplatz in Schuss halten und notwendige Reparatur- und Pflegearbeiten durchführen können."

Christina Riese berichtete, dass vor etwa zehn Jahren die Idee geboren wurde, im kinderfreundlichen Neuzelle einen Platz zum Toben zu suchen. Bürgermeister Baesler, ein Mann der Tat, wusste von einer 4000 Quadratmeter großen verwilderten Fläche mit alten Obstbäumen zwischen Frankfurter Straße und Dorche, in Neuzelle auch als Langer Hof bekannt. Er suchte den Kontakt zum Eigentümer. Mit Unterstützung des Amtes schloss der Ortsbeirat mit ihm einen langfristigen Pachtvertrag ab. Verena Schmitt von der Grün & Haus Planungsgesellschaft brachte den Spielpark aufs Papier.

Für manchen Spielplatz-Spenden-Euro sorgten auch die Jachs. Während Andreas Jach, in Guben Leiter der Musikschule, als Techniker für den richtigen Ton und für Musik sorgte, standen Ehefrau Michaela und Sohn Noel am Flohmarktstand. "Alles Spenden von Neuzellern, die wir hier veräußern", informierte die Tagesmutter. Sie betreut von montags bis freitags fünf Vorschulkinder.

Ein Höhepunkt des Festtages bei 32 Grad war der Auftritt von "Cattu". Der Kinderlied-Sänger aus Berlin, mit bürgerlichem Namen Carsten van den Berg, sang zauberhafte Lieder, überredete sein junges Publikum zum Fischetanz und entführte es zum Piratenschatz. "Cattu erinnert mich sehr stark an Reinhard Lakomy mit seinem Traumzauberbaum. Cattu bezeichnet sich ja auch als Traumfänger. Da gibt es zahlreiche Parallelen", erklärte fachmännisch Dieter Träbert, der mit Enkel Brian (9) aus Frankfurt angereist war. "Lacky" Lakomy, im März 2013 verstorben, hatte Träbert persönlich kennengelernt. "Ich habe eine Zeit lang als Tonmeister in Berlin gearbeitet. Da liefen wir uns ab und an über den Weg." Liedermacher "Cattu" fand der Ton-Fachmann "sehr kinderfreundlich und ideenreich. Man sieht ja, wie er uns alle begeistert."

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