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Glockenturm in Groß Lindow soll bis zum Weihnachts- und Kirchfest saniert sein

Bauarbeiten im Verzug

Besorgt: Gudrun Grunow zeigt auf den Glockenturm, an dem die Bauarbeiten ins Stocken geraten sind.
Besorgt: Gudrun Grunow zeigt auf den Glockenturm, an dem die Bauarbeiten ins Stocken geraten sind. © Foto: MOZ/ Elke Kögler
Elke Kögler / 14.11.2017, 07:03 Uhr
Groß Lindow (MOZ) Die Glocke der Groß Lindower Kirche ist seit zwei Jahren nicht mehr erklungen. Der Grund dafür ist deren maroder Turm. Die bereits im August gestarteten Bauarbeiten sollten allerdings längst abgeschlossen sein.

Gudrun Grunow hat als Betreuerin der Bauarbeiten an der Groß Lindower Kirche und als Organisatorin des 25. Weihnachts- und Kirchfestes einige Sorgenfalten auf der Stirn. Denn spätestens bis zum Fest am 9. Dezember sollte die Sanierung des Glockenturms an der Groß Lindower Kirche vollständig abgeschlossen sein. Nachdem die Arbeiten in den vergangenen zwei Wochen jedoch ins Stocken geraten sind, hofft Gudrun Grunow inständig, dass diese zumindest gemäß den aktuellen Planungen weitergehen. "Wenn dies nicht passiert, dann muss das Baugerüst vor dem Fest ab- und anschließend wieder aufgebaut werden", erklärt die Baubetreuerin. Dies würde in einem solchem Fall sowohl aus Sicherheits- als auch als Platzgründen nötig werden.

Anlass für die Sanierungsarbeiten ist das marode Mauerwerk rund um die Kirchenglocke. Weil jede Erschütterung die Bausubstanz zum Einstürzen bringen könnte, darf die Glocke seit nunmehr zwei Jahren nicht mehr geläutet werden. Folglich wurde Geld beim evangelischen Kirchenkreis Oder-Spree, beim Kirchenkonsortium Berlin-Brandenburg, bei der Gemeinde Groß Lindow sowie beim Denkmalschutz für die Sanierung beantragt. Nachdem der Kirchenkreis und das Kirchenkonsortium jeweils 15 000 Euro und der Denkmalschutz 5000 Euro bereitgestellt hatten, haben in ihrer Oktobersitzung ebenso die Gemeindevertreter einen Zuschuss in Höhe 5000 Euro bewilligt. "Außerdem haben wir insgesamt 10 000 Euro an Spenden gesammelt", erläutert Baubetreuerin Gudrun Grunow.

Konkret ist der Glockenturm der evangelischen Kirche seit August dieses Jahres eingerüstet. Danach haben die Maurer pünktlich laut Plan das marode Mauerwerk entfernt und dieses durch neue Steine ersetzt, schildert Gudrun Grunow. An diesem Mittwoch wird sich ein Glockenbeauftragter vom ordnungsgemäßen Zustand der Glocke überzeugen und diese dabei zum Klingen bringen. "Dabei wird überprüft, ob der Klöppel fest sitzt und die Glocke in ihrem ursprünglichen, bekanntem Ton erklingt", erläutert die Bauleiterin vom Architekturbüro Angelis und Partner Diana Kaphingst. Am Donnerstag soll schließlich eine Querstrebe aus Stahl am Glockenturm befestigt werden, die dem Glockenturm die notwendige Stabilität verleiht, um das Gewicht der Glocke zu tragen. Danach muss nur noch das Gerüst abgebaut und soll die Glocke gemäß den aktuellen Planungen bereits am Totensonntag, dem 25. November, erstmals wieder schlagen.

"Der allerspäteste Termin für den Abschluss der Bauarbeiten ist aber vor unserem Weihnachts- und Kirchfest am zweiten Adventssonnabend", sagt immer wieder Gudrun Grunow. Vom Cantates-Chor - der Sprengelchor der evangelischen Kirchengemeinde Ziltendorf-Wiesenau - über das Frauenduo Sweet Harmony aus Müllrose und die Kapelle Zampera - mit Mitgliedern aus der Region Eisenhüttenstadt - bis hin zu den aus dem Fernsehen und Radio bekannten Geschwistern Hofmann werden den Festgästen ebenso wie im vergangenen Jahr jede Menge Hörgenüsse geboten.

"Unsere Gäste kommen aus nah und fern", sagt stolz Organisatorin Gudrun Grunow. Erst kürzlich habe jemand aus Halle Karten für das zweistündige Konzert der Geschwister Hofmann reserviert. "Die Kartenbesteller sind echte Fans des Gesangsduos, haben diese mir erklärt", erläutert die Festorganisatorin. Bei dem Auftritt des Cantates-Chores handelt es sich um ein Teil des weihnachtlichen Eröffnungskonzerts der Veranstaltung. Zudem werden der Generationschor der Kirche und Blasmusiker der Groß Lindower Grundschule zu hören sein.

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