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Landesligist FV Erkner kassiert späten Ausgleich, bleibt daheim aber ungeschlagen

Hektische Schlussphase

Zweikampf FVE BW Vetschau
Zweikampf FVE BW Vetschau © Foto: Kai Beißer
Kai Beißer / 08.11.2017, 05:52 Uhr
Erkner (MOZ) 1:1 trennten sich die Tabellennachbarn, der FV Erkner und Blau-Weiß Vetschau, im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga Süd. Zwar gewannen die Gastgeber erstmals in dieser Saison nicht im Erich-Ring-Stadion, blieben aber immerhin auch im fünften Heimspiel ungeschlagen.

In der Schlussphase wurde es ziemlich hektisch: zwei Rote Karten, ein verschossener Elfmeter, dazu der Ausgleich für die Gäste mit Ablauf der regulären Spielzeit - es war ganz schön was los im Schein des Flutlichtes auf dem mittlerweile ziemlich ramponierten Rasenplatz am Dämeritzsee. Am Ende war es eine gerechte Punkteteilung, mit der beide Mannschaften die Ränge 4 und 5 behaupteten.

Die erste Halbzeit ist schnell erzählt, wobei sich Erwähnenswertes bereits vor dem Anpfiff zutrug. Robert Szczegula nämlich, mit acht Treffern Erkners bester Torschütze, musste bei der Erwärmung passen. Er war im Freitagtraining umgeknickt, hatte zwar über Nacht gekühlt und auf einen Einsatz von Beginn an gehofft, nahm dann aber doch zunächst auf der Auswechselbank Platz. Für ihn rückte Enrico Schulz in die Offensivformation.

Beide Mannschaften war der Respekt voreinander anzumerken, spielen sie doch bisher eine über den Erwartungen liegende Saison. Die Gäste waren mit drei Siegen gestartet, der FVE ist seit dem 1:3 im Derby bei Germania Schöneiche am 3. Spieltag ungeschlagen, hatte in der ersten Halbzeit leichte optische Vorteile.

Die größte Möglichkeit besaß Florian Fleck, dessen Rechtsschuss noch leicht abgefälscht wurde und tatsächlich nur am Zentimeter am Pfosten vorbei streifte. Es wäre die Krönung des vorerst letzten Auftritt des Eigengewächses gewesen: Der Erkneraner, der in der nächsten Woche 20 Jahre alt wird, stieg am Montag ins Flugzeug, um die nächsten zwölf Monate in Neuseeland und Australien zu verbringen. Zuletzt hatte er sowohl beim 4:1-Heimsieg über den VfB Hohenleipisch als auch beim 2:0 beim 1. FC Guben getroffen.

Nach der Pause dann aber doch die Führung für die Einheimischen. Felix Reichelt hatte einen zumindest diskutablen Freistoß zugesprochen bekommen, den Robert Liebe im Vetschauer Tor nur ungenügend abwehren konnte, Abwehrspieler Robin Neupert war zur Stelle und verwandelte. Mit links, was neben dem Jubel für einige Heiterkeit bei den Mitspielern sorgte. Sein letztes Tor hatte der 26-Jährige Ende März 2015 zum 1:0-Siegtreffer gegen die SG Burg erzielt.

Ein Abseitstor von Simon Pille wurde zurückgepfiffen (57.), kurz darauf war er Vorbereiter für Reichelt, aber dem 18-Jährigen versprang der Ball in aussichtsreicher und vor allem freier Position (59.). "Da hätten wir nachlegen müssen", wusste auch FVE-Trainer Heiko Schickgram.

So steuerte die Partie auf ihre dramaturgischen Höhepunkte zu. Zunächst kam Vetschaus Henrique Rodrigues dos Santos im Strafraum zu Fall, die Pfeife von Schiri Jung blieb aber stumm. Maximilian Friedrich stellte den Brasilianer ziemlich rüde zur Rede, worauf dieser in den Ringkampf verfiel. Der Unparteiische zeigte beiden Rot, wobei die Frage bleibt, ob die Entscheidung gegen den FVE-Verteidiger nicht doch etwas hart war (74.).

Beim Zehn gegen Zehn nahm der Druck der Gäste aus dem Spreewald zu. Und als Maik Tributh von Schlussmann Oliver Hoffmann zu Fall gebracht wurde, entschied Jung zurecht auf Strafstoß. Den jagte Matthias Schütz allerdings am linken Pfosten vorbei (84.).

Dann aber doch noch der Ausgleich, den Keeper Liebe mit einem langen Ball vorbereitete. Den Versuch von Tobias Jäkel konnte Hoffmann noch abwehren, aber gegen den Nachschuss von - ausgerechnet - Schütz war er machtlos.

"Immerhin hat die Heimserie gehalten", zeigte sich Trainer Schickgram nicht unzufrieden. "Natürlich ist es immer ärgerlich, wenn du in letzter Minute ein Tor, zumal den Ausgleich kassierst. Aber wir haben gegen einen starken Kontrahenten insgesamt wenig zugelassen."

Bereits am Freitag steht für den FVE das nächste (vorgezogene) Heimspiel an: Um 20 Uhr ist - dann von Beginn an unter Flutlicht - der starke Aufsteiger Frankonia Wernsdorf zu Gast.

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