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Regionalligist TSGL Schöneiche II bereits mit so vielen Punkten wie in der Abstiegssaison vor zwei Jahren

Ein Neuling spielt ganz oben mit

Gleich schlägt's ein: Johannes Meixner spielt auf Rico Stange zu, der zum MVP der TSGL II gekürt wurde. Auf der anderen Netzseite erwartet VfK-Kapitän Maximilian Fromm den Angriff.
Gleich schlägt's ein: Johannes Meixner spielt auf Rico Stange zu, der zum MVP der TSGL II gekürt wurde. Auf der anderen Netzseite erwartet VfK-Kapitän Maximilian Fromm den Angriff. © Foto: Anja Müller
Rico Stange / 09.11.2017, 05:15 Uhr
Schöneiche (MOZ) Mit 3:1 (27:25, 25:20, 23:25, 25:17) hat die TSGL Schöneiche II das Duell der Tabellennachbarn der Volleyball-Regionalliga Nordost gegen VfK Berlin-Südwest gewonnen und nach Punkten zum Aufstiegsaspiranten aus der Hauptstadt aufgeschlossen.

Von Beginn an gestaltete sich das Spiel in der Lehrer-Paul-Bester-Halle als ein Kopf-an-Kopf-Rennen. So hieß es in einer engen und umkämpften Partie zur Mitte des ersten Satzes 15:15. Wechsel auf den Positionen Außenannahme und Zuspiel auf Seiten der TSGL II brachten neuen Schwung, in der Crunch-Time erwies sich aber vor allem einmal mehr, dass die ruhige, überlegte Spielweise die große Stärke der eingespielten Schöneicher Truppe ist, die den Durchgang schließlich etwas glücklich in der Verlängerung gewann.

Im zweiten Satz ein ähnliches Bild: Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe und lagen lange gleichauf. Der VfK setzte seine Hauptangreifer gut in Szene und stellte den einheimischen Block auf eine harte Probe. Der fand aber immer besser ins Spiel, und nach einer Aufschlagserie von Thomas Murach war auch dieser Abschnitt beim 23:17 zugunsten der Gastgeber entschieden. Daran konnte auch ein Dreifach-Wechsel bei den Berlinern nichts mehr ändern.

Aber wie das so ist: Bei einer 2:0-Satz-Führung machte sich plötzlich die Angst vor dem berühmten dritten Durchgang, welcher nicht selten die Wende in einem Spiel bringt, in den Köpfen der Schöneicher breit. Umso mehr schwor Trainer René Jerratsch seine Mannschaft in der Pause noch einmal ein und warnte vor der zu erwartenden Steigerung der Gäste.Und in der Tat ließ die Mannschaft des Vereins für Körperkultur jetzt erkennen, warum sie in der Tabelle vor der TSGL II rangierte. Eine starke Abwehr und ein sicherer Sideout brachten die Schöneicher ins Wanken. Nicht zuletzt aufgrund der starken Präsenz des eingewechselten Jugendspielers und Eigengewächses Erik Witt am Netz konnten die Einheimischen beim 17:17 aber zum ersten Mal ausgleichen. Ein offener Schlagabtausch mit guten Spielzügen nahm jedoch das glücklichere Ende für den Gast aus Berlin. Der guten Stimmung, die so wichtig für ein Volleyballspiel ist, konnte dies bei den Schöneichern aber keinen Abbruch tun.

Der vierte Satz wurde dann maßgeblich vom TSGL-II-Block bestimmt. 16:8 betrug der vermeintlich sichere Vorsprung.Zwar konnte der VfK zwischenzeitlich noch einmal auf zwei Punkte verkürzen - aber die Heimmannschaft hatte aus den Fehlern der Partie gegen den Berliner VV gelernt, als eine 11:3-Führung nicht zum Satzgewinn genutzt werden konnte, und brachte das Spiel nach exakt 100 Minuten zu einem guten Ende und machte einen großen Schritt in Richtung des angestrebten Klassenerhalts.

Mit 14 Zählern aus sechs Spielen hat der Aufsteiger schon jetzt die Punktzahl aus der Saison 2015/16 auf dem Konto, die letztlich mit dem Abstieg in die Brandenburgliga endete. Am Sonntag kommt es nunmehr zum Gipfeltreffen beim punktgleichen Spitzenreiter SV Energie Cottbus.

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