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Planungsbüro stellt Schöneicher Gemeindevertretung zentrale Maßnahmen des Ortsentwicklungskonzeptes vor

Strategiepapier fast fertig

Hat Priorität: Die Sanierung und Erweiterung der Kulturgießerei soll eine der festgeschriebenen Maßnahmen sein.
Hat Priorität: Die Sanierung und Erweiterung der Kulturgießerei soll eine der festgeschriebenen Maßnahmen sein. © Foto: MOZ/Martin Stralau
Martin Stralau / 13.11.2017, 19:50 Uhr
Schöneiche (MOZ) Die Arbeiten am Integrierten Ortsentwicklungskonzept (Inoek) stehen kurz vor dem Abschluss. Im Dezember folgt noch eine Planungswerkstatt, bevor das fertige Papier den Ausschüssen vorgelegt wird. Den Gemeindevertretern wurden jetzt zentrale Maßnahmen vorgestellt, die in das Konzept einfließen.

Seit gut einem Jahr arbeitet das mit der Planung beauftragte Büro LPG aus Berlin zusammen mit der Verwaltung und den Schön-eicher Bürgern am Inoek. Damit wird ein Beschluss der Gemeindevertretung aus dem Oktober 2015 umgesetzt, der vorsieht, ein Ortsentwicklungskonzept auf den Weg zu bringen. Das Land setzt solche Konzepte zunehmend für die Vergabe von Fördermitteln voraus. Das Inoek soll ein kommunales Handlungsprogramm sein, in dem die wichtigsten Ziele und Aufgaben für die Gemeinde bis 2030 festgeschrieben und mit konkreten Maßnahmen unterlegt sind.

Der Entwurf des Konzepts soll der Verwaltung bis Weihnachten zugehen, das abgestimmte Papier Anfang des Jahres den Ausschüssen und schließlich der Gemeindevertretung zur Beschlussfassung vorgelegt werden, sagt LPG-Geschäftsführer Roland Schröder. Am vergangenen Mittwoch stellte er zusammen mit seiner Kollegin Inken Schmütz die Ergebnisse vor, die unter anderem zusammen mit den Bürgern in acht Planungswerkstätten erarbeitet wurden.

Über allem steht das Leitbild "Schöneiche bei Berlin 2030 - lebendige Waldgartenkulturgemeinde". Dazu gehören folgende Annahmen über das Selbstverständnis des Ortes: Schöneiche ist vorrangiger Wohnstandort, eine Waldgartenkulturgemeinde, ein regionaler Gewerbestandort, ein Ort der kurzen Wege, eine familienfreundliche Gemeinde sowie Wohn- und Arbeitsplatz von Menschen aus allen Generationen. Das Leitbild ist in Handlungsfelder aufgegliedert, die Entwicklungsziele haben. Um diese zu erreichen, wurden 142 Maßnahmen entwickelt, deren Priorität die Teilnehmer der achten Planungswerkstatt im Oktober mit der Vergabe von Punkten gewichten konnten, wie Inken Schmütz erklärte.

Im Handlungsfeld "Siedlungsentwicklung und Wohnen" waren die Fortführung der Sanierung sowie der Neubau von kommunalen Wohngebäuden, die Erhöhung des Anteils an altersgerechtem Wohnen und die Entwicklung von Wohnbauflächen für Ein- und Zweifamilienhäuser die drei wichtigsten Punkte. Im Handlungsfeld "Wirtschaft und Mobilität" standen die Herstellung und Instandsetzung von Gehwegen gemäß Prioritätenliste Gehweg im Ortsgebiet, die Bereitstellung eines durchgängigen 20-Minuten-Taktes zur Haltestelle Dorfaue (Buslinie 161) und der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur der Rahnsdorfer Straße ganz vorne. Unter dem Punkt "Kultur, Bildung und Sport" landeten die Errichtung einer weiterführenden Schule, die Erweiterung der Umweltbildungsangebote durch die Realisierung der Grünen Wabe im Kleinen Spreewald-Park und die Sanierung und Erweiterung der Kulturgießerei vorne. Bei "Generationen und Altersgruppen" bekamen die Schaffung einer offenen Begegnungsstätte für alle Generationen und die Wiederansiedlung eines Kinderbauernhofes die meisten Punkte. Die Aufwertung des Schlossparkes landete im Bereich "Ökologie und Klimaschutz" unter den ersten drei Maßnahmen.

Am meisten Zustimmung bei den Gemeindevertretern fand die Verdichtung des Taktes der Buslinie 161, um Fichtenau besser an die Ortsmitte anzubinden. Fritz Viertel (Linke) und Martin Berlin (parteilos) wünschten, dass in den letzten Wochen der Erarbeitung des Konzepts, in dem die Maßnahmen zu zentralen Vorhaben gebündelt werden, auch Kinder und Jugendliche mit einbezogen werden, um deren Wünsche berücksichtigen zu können. LPG-Chef Schröder sagte, dass dies schwierig sei. "Bei dem Konzept geht es eher um mittel- und langfristige Ziele. Kinder wollen schnelle Ergebnisse."

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