to_top_picture
Anmelden
Anmelden

Mittwoch, 24. Mai 2017
ABO-ButtonePaper-ButtonKONTAKT-Button


Sie haben 8 von 10 Gratis-Artikeln gelesen.
x
Registrieren Sie sich jetzt und lesen Sie im Monat bis zu 20 Artikel kostenlos.
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits registriert? Bitte anmelden

Kai Beißer 27.03.2017 19:37 Uhr
Red. Fürstenwalde, fuerstenwalde-red@moz.de

landkreise/oder-spree/fuerstenwalde/artikel6/dg/0/

Lauf-Mekka am Störitzsee

Grünheide (MOZ) Das Kinder- und Familien-Camp Störitzland war für einen Tag das Lauf-Mekka von Brandenburg und Berlin. Im Rahmen der 37. Auflage der 100 Kilometer von Grünheide drehten rund 440 Teilnehmer auf einem halben Dutzend Distanzen in ebenso vielen Wertungen ihre Runden.

landkreise/oder-spree/fuerstenwalde/artikel6/dg/0/1/1562436/

1977 hatte der Berliner Roland Winkler die Premiere des Ultra-Laufes gewonnen. Anfang der 1990er Jahre zogen die Grünheider 100 Kilometer ins Bundesleistungszentrum im Ortsteil Kienbaum um, seit 2015 wird auf einer 5-km-Runde am Störitzsee gelaufen. Winkler, mittlerweile fast 70, war auch diesmal dabei, finishte über 10 Kilometer nach 56:09 Minuten als Elfter seiner Altersklasse. Knapp 330 Läufer hatten jene Strecke in Angriff genommen, weil neben der Wertung für den Oder-Spree- und den Brandenburg-Cup auch die Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften im Straßenlauf über diese Distanz ausgeschrieben waren. Fabian Clarkson vom SCC Berlin überquerte als Erster die Ziellinie (30:51 min), 32 Sekunden später folgte Tom Thurley (Potsdamer LC). Für die vielen Hobby-Athleten aus LOS und Märkisch-Oderland war die Teilnahme zahlreicher ambitionierter Leistungssportler nicht unbedingt ideal. "Meisterschaften wie diese werden ausgeschrieben, einige Veranstalter wie für heute der ESV Lok Seddin auch direkt angesprochen. Die Strecke hier ist offiziell vermessen, zudem sehr flach und damit Bestzeiten- und Bestenlisten-tauglich. Das lockt viele schnelle Läufer an", erläuterte Oberkampfrichter Karsten Bechly vom Leichtathletikverband Brandenburg und Statistik-Chef beim LVB.

Nebenan schaute Anja Knobloch ziemlich ungläubig drein. Gerade hatte sie die 50 Kilometer nach 4:17,44 Stunden als Zweite der Frauen-Wertung beendet - und dass, nachdem sie sich schon eine Runde zuvor im Ziel gewähnt hatte. "Als es hieß, fünf Kilometer musst du noch, dachte ich nur: ,Das schaffst du nicht.' Jetzt bin ich total glücklich", sagte die 43-jährige Apothekerin aus dem Trebbiner Ortsteil Thyrow, die erst 2010 mit dem Laufen begonnen und nach einem halben Dutzend Marathons vor vier Wochen bei Rund um den Plauer See ihren ersten Ultra absolviert hatte. Am 20. Mai will sie beim Rennsteig-Lauf den Super-Marathon über 73,5 Kilometer angehen.

Wie zum Beispiel auch Dirk Nelius, Elfter bis den Männern und Dritter der AK 45 (4:46,10). Über 100 Kilometer kam Matthias Muhs nach 11:29,07 als 16. ins Ziel (Platz 3 der Altersklasse 55). Die beiden Eisenhüttenstädter starten für den Verein LOS Multisport - ebenso wie der Berliner Gunnar Meikstat und Oliver Klimpel aus Fürstenwalde, die den 12-Stunden-Lauf in Angriff genommen hatten. Letzterer absolvierte 14Runden und damit 70Kilometer, der 36-jährige Meikstat sogar 105,415 km. Mehr schaffte nur Jörn Arnulf Kunstner von der LG Mauerweg Berlin (116,096). Fünf Frauen und neun Männer waren die 720 Minuten lang unterwegs, über die 50km finishten 33, über die doppelt so lange Distanz 21 Aktive. Beim morgendlichen Start hatte es noch leichten Frost gegeben, mittags herrschten für Läufer angenehme neun Grad, später wurde es deutlich zweistellig - ein solcher Temperatur-Unterschied ist eher weniger optimal.

Dennoch wurde der Hauptwettbewerb quasi im Schlussspurt entschieden: Mit 15 Sekunden Vorsprung auf den von Beginn an führenden Martin Ahlburg (Die Laufpartner Berlin) war Enrico Wiessner von der LG Nord bei 95Kilometern in die letzte Runde gegangen, verlor auf dieser aber gut zwei Minuten. 7:21,11 für den Sieger bedeuteten einen Kilometer-Schnitt von 4:41 Minuten.

Während die Ultras noch unermütlich ihre Runden drehten, nutzte ein jugendliches Trio von der LG Nord bei sieben Grad Wassertemperatur die Gelegenheit zum Anbaden. Für andere Läufer diente das Ambiente am Steg als willkommene Fotokulisse. Nebenan ließen sich ein paar Angler von dem Lauftrubel nicht stören. Und irgendwann war auch wieder Ruhe eingekehrt am Störitzsee.

alle Ergebnisse unter my3.raceresult.com

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Artikel kommentieren   Lesezeichen setzen   Nachricht an die Redaktion   Druckversion

 Bilder

Regionalnavigator

Landkreisübersicht zurück
Landkreis Oder-Spree Eisenhüttenstadt Beeskow Müllrose Storkow Frankfurt Fürstenwalde Erkner Neuzelle Friedland
LOS
Landkreiskarte Brandenburg Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Brandenburg/Havel

Ort, PLZ oder Redaktion

Trauerfälle

Beeskow

Günther Miethke

* 13. 11. 1934 - † 19. 5. 2017
Storkow

Karin Schwedler

† 12. 5. 2017
Beeskow

Irmgard Lorenz

* 11. 7. 1938 - † 11. 5. 2017

Partnersuche

In unserem Shop

Fürstenwalde - Einst und Jetzt: In diesem Band der „Edition Brandenburg“ wird die Entwicklung Fürstenwaldes zu einem Wirtschaftsstandort dargestellt. Zudem zeigt das Buch die reizvolle Einbettung des Ortes in die märkische Landschaft mit Ausflugszielen, wie die Markgrafensteine, die – so schrieb einst Fontane – zwei toten Elefanten ähnlich sehen.