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Schöneiche: Verwaltung beantragt Anlage für Kreuzung am Rathaus

Ampel soll Unfallzahlen minimieren

Unübersichtlich: Wer - wie dieser Motorradfahrer - aus der Brandenburgischen Straße auf die Schöneicher Straße will, muss unter anderem auf die Straßenbahn achten.
Unübersichtlich: Wer - wie dieser Motorradfahrer - aus der Brandenburgischen Straße auf die Schöneicher Straße will, muss unter anderem auf die Straßenbahn achten. © Foto: MOZ/Martin Stralau
Martin Stralau / 13.10.2017, 07:38 Uhr
Schöneiche (MOZ) Die stark frequentierte Kreuzung Schöneicher Straße/Brandenburgische Straße/Dorfaue soll schon bald mit einer Ampelanlage ausgestattet werden. Das ist nicht nur der Wunsch vieler Verkehrsteilnehmer, sondern jetzt auch von der Gemeinde in einem Schreiben an das Straßenverkehrsamt des Landkreises Oder-Spree offiziell beantragt worden. Diese Behörde sei für die Anordnung der Ampelanlage zuständig, erklärt Bürgermeister Ralf Steinbrück. Erfolge diese Anordnung, müsste der Landesbetrieb Straßenwesen die Ampel errichten, da die Schöneicher Straße eine Landesstraße ist.

In dem Schreiben an den Kreis führt Steinbrück mehrere Begründungen für das Anliegen auf: die hohe Zahl von Unfällen, ein gestiegenes Verkehrsaufkommen und die Unübersichtlichkeit der Kreuzung, die unter anderem durch die querende Straßenbahn und versetzte Einmündungen der Dorfaue und Brandenburgischen Straße entstehe. Seinem Schreiben hat Steinbrück die Polizei-Unfallstatistik für diesen Bereich aus den zurückliegenden drei Jahren beigefügt. Sie weist für 2015 sieben, für 2016 vier und für 2017 bisher sechs Unfälle auf. Die Statistik, schreibt der Rathaus-Chef, "führt die zum Teil schweren Unfälle der vergangenen Jahre auf, an denen Radfahrer, Autos und die Straßenbahn beteiligt waren. In der Statistik tauchen nicht die vielen Beinaheunfälle auf, die täglich auf der Kreuzung zu beobachten sind." Hinzu kommt laut Steinbrück, dass die Kreuzung wegen der Nähe zur Storchenschule auch von vielen Schülern passiert werde. Außerdem verweist er auf den gerade stattfindenden Bau von 100 altengerechten Wohnungen beiderseits der Kreuzung. Dadurch sei in naher Zukunft "mit einer Zunahme schutzbedürftigen Fußgängerverkehrs zu rechnen".

Kreissprecher Mario Behnke teilte auf Nachfrage mit, dass die Verkehrsunfallkommission des Kreises auf ihrer nächsten Sitzung im November die Dringlichkeit dieser Maßnahme prüfen werde. Vom Landesbetrieb gab es am Donnerstag keine Auskunft.

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