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Jubiläumsbuch der Samariteranstalten erzählt Geschichten der Bewohner

Erlebt und aufgeschrieben

Blick in die Geschichte: Simone Kutzker lässt sich von Vera Clausen (v.l.) ihren Beitrag im Jubiläums-Buch zeigen.
Blick in die Geschichte: Simone Kutzker lässt sich von Vera Clausen (v.l.) ihren Beitrag im Jubiläums-Buch zeigen. © Foto: MOZ/Annemarie Diehr
Annemarie Diehr / 13.10.2017, 07:43 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) "Weil ich ein Keramiker bin", ist die Geschichte von Alexander Teske überschrieben. Aus seinem Alltag in den Christophorus-Werkstätten erzählt er ebenso, wie von einem Urlaub in Griechenland. "Die Gespräche mit den Bewohnern haben mich bewegt", sagte Paul-Gerhardt Voget am Mittwochabend im Fürstenwalder Dom.

Seit Jahresbeginn ließ sich der theologische Vorstand der Samariteranstalten von ihren Bewohnern berichten, was ihr Leben an diesem Ort ausmacht. Die niedergeschriebenen Geschichten erscheinen nun in Buchform. "Was es noch zu sagen gäbe", lautet sein Titel; Anlass ist das 125-jährige Bestehen der Einrichtung.

Um eine geschichtliche Aufarbeitung handelt es sich nicht, auch wenn die Erinnerungen einiger Bewohner weit zurückreichen. "Ich war immer sehr fleißig, habe in Posen 3 sauber gemacht, im Garten gearbeitet, Schnee geschoben", steht auf Seite 80 des Büchleins. Seit 1955 lebt Vera Clausen, deren Erinnerung dort niedergeschrieben ist, in den Samariteranstalten. Jahrelang hat sie als Hauswirtschafterin in ihrer Wohngruppe gearbeitet. "Sie ist sehr zuverlässig", sagt Betreuerin Simone Kutzker über die 71-Jährige.

"Lesend auf die persönlichen Stimmen zu hören", darum gehe es laut Paul-Gerhardt Voget bei der Lektüre. Neben den Erinnerungen der Bewohner und Berichten vieler Betreuer und Wegbegleiter finden sich in dem Buch deshalb Zeichnungen des Berliner Künstlers Harald Birck. "Seine Bilder sollen anregen, eigene Bilder vor dem inneren Auge entstehen zu lassen."

Der erste Schwung Bücher ist gedruckt und für den Stückpreis von 10 Euro zu haben. Ein zweiter Schwung sei bereits in Druck, kündigte Pfarrer Voget an. Denn ein Fehler hat sich eingeschlichen: "Ein Text wurde vergessen." Bei der abschließenden Danksagung an die knapp 35 Erzähler und Autoren schien sich niemand daran zu stören, ein unvollständiges Exemplar zu erhalten. Stolz lächelnd nahm die 71-jährige Vera Clausen ihr Buch entgegen.

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