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Umjubelte Konzerte zum Abschluss der 16. Fürstenwalder Jazz-Tage / 27. Oktober 2018 startet 17. Auflage

Saxophon-Swing und Funky-Beats

Cornelia Link-Adam / 14.11.2017, 07:55 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Mit zwei unterschiedlichen Konzerten gingen am Wochenende die 16. Fürstenwalder Jazztage zu Ende. Am Sonnabend überzeugte Karolina Strassmayer am Saxophon und am Sonntag bot die Nils Landgren's Funk Unit einen umjubelten Abschluss. Das Festival wird 2018 fortgesetzt.

Durchatmen, das konnte Peter Apitz in den vergangenen Tagen nur selten. Kaum war vor zwei Wochen das Festival mit dem ausverkauften Jazz-Band-Ball - inklusive Tango-und Swing-Konzerte - mit 120 Besuchern im Bürgerhaus eröffnet worden, ging es an diesem Wochenende in die finale konzertante Phase. Überall war Apitz zugegen, eröffnete die Shows.

Schon am Freitagabend überzeugten Helmut Eisel (Klarinette) und Joscho Stephan (Gitarre) mit einem treibenden Mix aus Gypsy-Swing und Klezmer im Union Kino. Gerademal 24 Stunden später fanden sich mehr als 100 Jazz-Freunde dann im Musikkeller der Kulturfabrik ein. Dort gastierte erstmals das Quartett "Klaro!" um die weltweit gefeierte Alt-Saxophonistin Karolina Strassmayer aus der Steiermark, die längst bei der WDR-Bigband eine Daueranstellung hat. Begleitet wurde sie von den New Yorkern Drori Mondlak (Drums), Josh Ginsburg (Bass) und dem Vibraphon-Urgestein David Friedmann. Besonders letzterer animierte die Besucher mit seinen Soli immer wieder zu Jubelrufen. Das Quartett zog bei der Vorstellung ihres aktuelles Albums "Of mystery and beauty" gekonnt den Bogen von spritzigem Swing bis zu poetischen Balladen.

Das Abschluss-Konzert spielte am Sonntagnachmittag die Nils Landgren's Funk Unit im Fürstenwalder Hof. Gern kamen sie zum Abschluss ihrer Deutschland-Tournee anlässlich des 25-jährigen Bestehens mit ihrem neuen Album "Unbreakable" in die Spreestadt. Gut 300 Gäste drängten sich im Saal, saßen auf oder standen neben ihren Stühlen, andere tanzten an den Seiten.

Das konnte man bei der Musik des bekannten Schweden, der wegen seiner roten Posaune auch Mr. Red Horn genannt wird, allemal. Treibende Funky-Grooves, gepaart mit Bläsersätzen, Gitarrenriffs, und jede Menge Soul-Gesang entzündeten ein fulminantes Feuerwerk, das zurecht als Höhepunkt der Jazztage angekündigt worden war. "Nils ist so toll", sagte Vollblutfan Sabine Löser aus Rüdersdorf. Erstmals erlebt hatte sie ihn in Neuhardenberg, danach noch bei verschiedenen Musik-Projekten in der Philharmonie Berlin und bei Kirchenkonzerten. Auch vom Fürstenwalder Auftritt war sie begeistert - tanzte durchweg mit.

Nils Landgren plauderte in gebrochenem Deutsch auch mit den Gästen. "Wir sind nicht die Stars, das sind Sie, liebes Publikum. Danke das wir hier sein dürfen", sagte der 61-Jährige und schaffte es, dass man mitsang. Frenetisch beklatscht endete auch dieses Konzert erst mit Zugaben und der Signierstunde.

"Nils herzuholen war schon seit Jahren mein großer Wunsch. Toll, dass es endlich geklappt hat", sagte Organisator Apitz. "Danke Peter", brüllte es aus dem Saal, begleitet mit tosendem Applaus. Der Fürstenwalder lobte Publikum, Sponsoren und Medienpartnern und erhielt mit seiner Frau Kerstin auch Blumen von seinen Jazzclub-Kollegen als Dank. Toll fand er die 16. Jazztage. "Wir holen die Welt nach Fürstenwalde. Wichtiger als volle Säle, die es ja gab, ist uns verschiedene Stile beim Festival zu bieten. Die Musik muss wirken, die Künstler live überzeugen." Das habe wieder wunderbar geklappt. Natürlich werde das Festival fortgesetzt. "Am 27. Oktober 2018 starten mit dem Jazz-Band-Ball die 17. Jazztage."

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