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Gaffer verursachen Stau nach Berlin

Christian Schönberg / 11.09.2017, 16:47 Uhr
Ostprignitz-Ruppin (MZV) Nicht allein Unfälle - auch Gaffer haben am Sonntag zu kilometerlangen Staus auf der A 24 in Fahrtrichtung Berlin und Hamburg geführt.

Darauf verweist die Polizei in einer Mitteilung vom Montag. Es ging um einen Unfall auf der A 24 zwischen Neuruppin und Walsleben in Fahrtrichtung Hamburg.

Bei ohnehin dichtem Verkehr fuhr ein VW so dicht auf einen Mercedes auf, dass er ihn nicht nur rammte, sondern in den vorausfahrenden VW schob. Zwei Insassen des auffahrenden VWs mussten mit dem Rettungswagen in die Klinik gebracht werden. Die Verletzungen sollen aber nicht lebensbedrohlich sein.

Nur fünf Minuten später kam es auf derselben Autobahn zu einem ähnlichen Auffahrunfall, bei dem zwei Insassen eines auffahrenden Opels und ein Škoda-Fahrer verletzt worden sind. Die Fahrbahn in Richtung Hamburg musste auf eine Spur eingeengt werden. Der Stau zog sich bis zum Dreieck Havelland.

Dass es aber auf der Gegenfahrbahn nach Berlin zu Staus kam, lag daran, dass viele Autofahrer ihren Wagen bremsten, um einen genauen Blick aufs Unfallgeschehen werden zu können. Das sei den Einsatzkräften deutlich aufgefallen. "Es ist im Grunde menschlich, mal 'rüberzugucken", sagt Polizeisprecher Toralf Reinhardt. Aber offenbar verlangsamten viele Autofahrer ihre Geschwindigkeit auf der gegenüberliegenden Fahrbahn über Gebühr - oder bremsten sogar ab. "Wenn gebremst wird, setzt sich das wie eine Kettenreaktion nach hinten fort", so Reinhardt. Viel günstiger sei es, mit Tempo 80 oder 90 durchzurollen. Das wäre trotz der Dichte des Verkehrs auf der Richtungsfahrbahn Berlin möglich gewesen. Vor allem Fahrer, die für einen Blick auf die Anfallstelle den Wagen stoppten, gilt zudem: "Durch dieses Abbremsen in Höhe der Gefahrenstelle entstand zusätzliche Unfallgefahr", so Reinhardt.

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