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Parken auf dem Schulplatz bleibt ein Tabu

Dietmar Stehr / 22.11.2017, 06:00 Uhr
Neuruppin (MOZ) Der Neuruppiner Schulplatz wird Mitte Dezember nicht vorübergehend zum Parkplatz. Das stellte Baudezernent Arne Krohn am Dienstag auf RA-Nachfrage klar.

Christian Juhre, Ausrichter des Weihnachtsmarktes vom 14. bis 17.Dezember auf dem Neuen Markt, wollte zumindest am Wochenende die gepflasterte Fläche im Zentrum zur Parkfläche umwandeln. Damit sollte eine Verbindung zwischen den Innenstadthändlern und dem adventlichen Markttreiben hergestellt und den erwarteten Besuchern ein zusätzlicher Service geboten werden. Bei der Händlervereinigung "Wir, die Innenstadt" war die Idee auf fruchtbaren Boden gefallen. Sie wollte 200Euro zur Verfügung stellen und somit einen Teil der Kosten für die nötigen Parkplatz-Einweiser übernehmen.

Allerdings legte die Stadt laut Krohn ihr Veto ein. "Wir müssen an grundsätzlichen Lösungen arbeiten statt an einmaligen", begründete der Baudezernent diesen Schritt. Welche Ideen hierzu im Rathaus existieren, dazu wollte Arne Krohn sich nicht äußern. Dazu solle erst mit verschiedensten Partnern beraten werden. Während des Weihnachtsmarktes stünden ausreichend Parkflächen an der Ernst-Toller-Straße sowie im Seetorviertel zur Verfügung, so Krohn. Zugleich räumte er aber ein, dass die Stellplatz-Auslastung in der City in den zurückliegenden Jahren spürbar zugenommen habe - wegen der attraktiven Geschäfte ebenso wie wegen der beliebten Wohnlage. Trotz des Vetos aus dem Rathaus lobte Krohn die grundsätzliche Einstellung der Neuruppiner Einzelhändler und ihr Bemühen um eine Belebung der Stadt. Sorgenvoll stimmen ihn etwa Schätzungen des Handelsverbandes, wonach bis 2020 im Bundesgebiet 50000Geschäfte vom Markt verschwinden werden - so viele wie Berlin und Brandenburg zurzeit haben.

Genehmigungsbehörde für den Antrag von Christian Juhre war die Verkehrsbehörde des Landkreises. Deren Leiter Mathias Wittmoser sagte am Dienstag auf RA-Nachfrage: "Wir hätten zugestimmt, wenn die Stadt zugestimmt hätte." Das Parken auf dem Schulplatz wäre somit grundsätzlich genehmigungsfähig gewesen.

Hierzu interessiert uns die Meinung der RA-Leser. Auf www.moz.de/neuruppin findet sich bis Freitag, 12Uhr, eine Online-Umfrage. Dort wollen wir wissen, ob das Parken auf dem Schulplatz während des Weihnachtsmarktes ausnahmsweise hätte erlaubt werden sollen oder das Veto der Stadt als richtig empfunden wird. Je mehr Menschen teilnehmen, desto repräsentativer ist das Ergebnis.

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