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Anschuldigungen vor der Stichwahl

Rheinsbergs feuriger Wahlkampf: Die Brandstiftungen auf Wahlplakate bleiben auch nach den Aussagen der ertappten Verursacher ominös.
Rheinsbergs feuriger Wahlkampf: Die Brandstiftungen auf Wahlplakate bleiben auch nach den Aussagen der ertappten Verursacher ominös. © Foto: MZV
Dietmar Stehr / 12.10.2017, 20:13 Uhr - Aktualisiert 16.10.2017, 16:53
Rheinsberg (RA) Kurz vor der Stichwahl um das Rheinsberger Bürgermeisteramt am Sonntag scheint der Brandanschlag auf einen Aufsteller von Herausforderer Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) aufgeklärt. Ausgestanden ist der Fall jedoch noch lange nicht.

Polizei und Staatsanwaltschaft geben aus ermittlungstaktischen Gründen kaum Auskünfte. Dafür schilderten jetzt die zwei Jugendlichen, die nach eigener Aussage den Aufsteller anzündeten, gemeinsam mit ihrem Fahrer vom Tatabend dem RA ihre Version der Geschehnisse. Demnach soll ein weiterer junger Rheinsberger 1000Euro für die Beschädigung von Schwochows Wahlwerbung geboten haben.

Der Beschuldigte bezeichnet das als "Quatsch" und "völligen Blödsinn". Er vermutet, dass die Anwürfe gegen ihn darauf zurückzuführen sind, dass er die Jugendlichen dazu drängte, sich bei der Polizei zu stellen. Mit von Überwachungskameras aufgenommenen Bildern des Brandanschlags hatte Schwochow auf seiner Facebook-Seite den Tätern eine Frist gestellt, sich zu erkennen zu geben. Das taten die Jugendlichen auch und sind seitdem zentrales Stadtgespräch.

Gegenüber dem RA verneinten die geständigen Brandstifter, auch einen VW Polo angesteckt zu haben, der gut vier Stunden nach Schwochows Aufsteller auf dem Rheinsberger Multifunktionsplatz in Flammen aufging. Der vermeintliche Drahtzieher der Plakat-Schändung vermutet dahinter hingegen ein Manöver, das von der politisch motivierten ersten Straftat ablenken sollte. Auch hierzu laufen die Ermittlungen noch.

Widersprüchlich sind indes die Aussagen zu den Kontakten zwischen Schwochow und dem angeblichen Drahtzieher der Wahlplakat-Sabotage. Schwochow, der am Sonntag Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) herausfordert, will den jungen Rheinsberger nur vom Sehen kennen und abgesehen von einem klärenden Gespräch keinen Kontakt zum vermeintlichen Initiator der Tat gehabt haben. Der verweist im Gegenzug auf eine ganze Reihe von Aufeinandertreffen und Gesprächen. (Seite 2)

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