Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bild der Bockwindmühle brachte den Sieg

Volker Gävert (li.) und Werner Sternberg (re.) ehren Helmut Stamann.
Volker Gävert (li.) und Werner Sternberg (re.) ehren Helmut Stamann. © Foto: MZV
Bärbel Kraemer / 16.03.2017, 13:39 Uhr
Borne (MZV) Bad Belzigs Ortsteil Borne hat fast einen Ehrenbürger! So zumindest fühlte sich der pensionierte Oberförster Helmut Stamann in der vergangenen Woche, als Werner Sternberg und Volker Gävert vom Ortsbeirat ihm eine Ehrenmedaille verliehen.

Die Sitzung des Gremiums wurde zum Anlass genommen, um dieselbe an den 62-Jährigen zu überreichen, der mit einem Foto der Borner Bockwindmühle für Furore gesorgt hatte. Eine Luftaufnahme, die das Wahrzeichen des Ortes eingebettet in die Landschaft zeigt, war im Dezember des vergangenen Jahres mit Ruhm und Ehre bedacht worden.

Stamann beteiligte sich mit diesem Bild am Fotowettbewerb des Erasmus-Kurses "Computer, Internet und Fotografie", welcher von der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel koordiniert worden war. Hobbyfotograf Helmut Stamann traute Augen und Ohren nicht, als vor Jahresfrist im französischen Straßburg sein Bild mit der Nummer 117 den Sprung auf das Siegertreppchen schaffte. Weitere Wettbewerbsteilnehmer kamen aus Polen, der Slowakei, Litauen und Frankreich.

Die aus 999er Silber gefertigte Medaille, "die nur zu besonderen Anlässen an verdiente Bürger vergeben wird", so Ortsvorsteher und Mühlenvereinschef Werner Sternberg, zeigt auf der einen Seite die alte Bockwindmühle und auf der anderen die Borner Dorfkirche. Auflegen ließ der Mühlenverein die Gedenkmünze anlässlich des Deutschen Wandertages 2012.

Zu denen, die bereits mit dem blanken Silberling geehrt wurden, gehört neben Helmut Stamann unter anderem Bad Belzigs Ex-Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast.

Die beeindruckende Luftaufnahme gelang dem pensionierten Oberförster wiederum noch während seiner Dienstzeit im Jahr 2012 - just in dem Jahr, als die Borner erstmals die besondere Münze prägen ließen. Stamann erzählt: "Damals wurde der Eichenprozessionsspinner aus der Luft bekämpft. Ich habe den Hubschrauberpiloten gefragt, ob ich eine Runde mitfliegen könnte, weil ich mir selbst einen Überblick verschaffen wollte." Der willigte ein und der 62-Jährige drückte immer wieder auf den Auslöser seiner Kamera - nicht nur über Waldgebieten und Eichenbeständen.

Das Ergebnis wurde nunmehr gleich doppelt mit Lorbeeren bedacht. "Ich war ganz von den Socken", bemerkt Helmut Stamann und gesteht, sich fast wie ein Ehrenbürger zu fühlen. Im Gegenzug dürfen die Borner fortan einen Abzug der preisgekrönten Fotografie ihr eigen nennen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG