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An vielen Orten präsent: Albert Baur

Klaus Pomp erinnert unermüdlich an Baur und dessen einstiges Wirken in Bad Belzig
Klaus Pomp erinnert unermüdlich an Baur und dessen einstiges Wirken in Bad Belzig © Foto: MZV
Bärbel Kraemer / 11.10.2017, 19:50 Uhr - Aktualisiert 12.10.2017, 11:32
Bad Belzig (MZV) Im Bad Belziger Stadtbild begegnet man dem Namen von Albert Baur längst nicht mehr nur an einer Stelle. Sein Grab auf dem Gertraudenfriedhof wird im jährlichen Wechsel von den Vereinen der Stadt gepflegt. Die Mehrzweckhalle am Weitzgrunder Weg trägt seit 1997 seinen Namen. 2011 wurde auf dem Turnplatz eine Erinnerungstafel installiert und nicht weit davon entfernt, ist im Juni diesen Jahres die neue Straße in den Kurpark nach ihm benannt worden. Dennoch wissen viele Bad Belziger nicht viel mehr von diesem Mann, als das er Pfarrer und ein leidenschaftlicher Turner war. Eine in der St. Marienkirche eröffnete Ausstellung vervollständigt nunmehr das Lebensbild Albert Baurs (1803 bis 1886).

Organisator Klaus Pomp hofft auf viele Interessierte und hat neben der Ausstellung eine vier Termine zählende Vortragsreihe organisiert, die am 17. Oktober startet.

"Danke für die Blicköffnung", lobte Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) nach einem Rundgang durch die Ausstellung. Gleichzeitig versprach er dem 74-Jährigen zukünftig Unterstützung bei dessen Bemühungen um die Pflege von Baurs Erbe in der Stadt.

Seit 1996 müht sich der Wahl-Dippmannsdorfer Klaus Pomp darum. Mit der Ausstellung ist es ihm gelungen, auch die bislang vielfach unbekannten Seiten des Pfarrers und Turners Albert Baur zu zeigen. Letzterer war zugleich ein begeisterter Musiker und begabter Zeichner, der während seiner 46 Jahre zählenden Dienstzeit nach der Maxime "Tue der Stadt bestes" handelte.

"Albert Baur hat viel bewegt. Ich frage mich, warum man ihn in Bad Belzig vergessen konnte", bemerkte Leisegang im Rahmen der Ausstellungseröffnung.

Barbara Weiland und Wilhelm Quitzow aus Berlin - Baurs Ururenkel aus zweiter Ehe - gehörten zu den ersten Ausstellungsbesuchern. "Es ist schön, sein Lebenswerk so kompakt zu sehen", lobte Barbara Weiland.

Marie Luise Mündlein und Dr. Klaus Mohr - Baurs Ururenkel aus erster Ehe - mussten der Vernissage jedoch kurzfristig fernbleiben. Ihre Bahnverbindung war ein Opfer des Sturmtiefs "Xavier" geworden. "Das ist besonders schade, weil Frau Mündlein Baurs Kompositionen spielen wollte", erklärte Klaus Pomp.

Zu den vielfältigen Aktivitäten Albert Baurs in der Stadt zählt unter anderem die Gründung des Gustav-Adolf-Zweigvereins, des Lesekränzchens und der Bibelgesellschaft. Ferner die des ersten Belziger Sportvereins - ein Jahr nachdem er an der Brandenburger Straße mit Gleichgesinnten den ersten Turnplatz der Stadt anlegte. In dieser Folge konnte 1863 in Belzig erstmals auch ein Turnfest gefeiert werden. Außerdem ließ Baur 1866 auf dem Schützenplatz von Schülern Friedenseichen pflanzen und drei Jahre später gründete er den Gustav-Adolph Frauenverein.

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