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Oliver Schwers 18.05.2017 07:05 Uhr
Red. Uckermark, schwedt-red@moz.de

landkreise/uckermark/schwedt-angermuende/artikel90/dg/0/

Steuervorteil für Brandschützer und Arbeitgeber

Schwedt/Angermünde (MOZ) Die Diskussion um die Einführung einer Feuerwehrrente weitet sich aus. Der Landkreis will nicht nur den Brandschutz unterstützen, sondern nun auch Ehramtler von Hilfsorganisationen und Katastrophenschutz berücksichtigen.

landkreise/uckermark/schwedt-angermuende/artikel90/dg/0/1/1574693/
 

Ehrenvoll: Feuerwehren arbeiten ohne Geld.

© MOZ/Oliver Voigt

In äußerst seltener Einigkeit haben sich die meisten Fraktionen des Kreistages für eine Stärkung des Ehrenamtes in der Uckermark ausgesprochen. Sie verlangen die Einführung einer Feuerwehrrente, um die jahrelange freizeitraubende Tätigkeit vieler Menschen besser zu würdigen. Die Idee einer zusätzlichen Altersrente kam von der CDU, nachdem bereits das Thema auf der Delegiertenversammlung des Uckermärkischen Feuerwehrverbands Angermünde angesprochen worden war.

SPD und Linke schlossen sich an, wollten aber vor allem steuerliche Erleichterungen für Feuerwehrangehörige. Jetzt hat sich der Regionalentwicklungsausschuss geeinigt, beide Forderungen an das Land weiterzuleiten. Es geht um eine zusätzliche Altersversorgung für Brandschützer, um Steuerentlastungen für Mitglieder von Feuerwehren und Hilfsorganisationen und um eine mögliche Entlastung von Arbeitgebern, die Ehrenamtliche für Hilfsorganisationen freistellen.

Die öffentliche Forderung aus der Uckermark dürfte die ohnehin landesweite Debatte zu diesem Thema befeuern. Denn überall in Brandenburg sinkt die Zahl aktiver Wehrleute. Dadurch gibt es Probleme bei der Tageseinsatzbereitschaft.

Allerdings sieht der Feuerwehrverband Angermünde eine mögliche Zusatzrente eher kritisch. Sie würde kaum dazu dienen, die Reihen der Aktiven mit Nachwuchs aufzufüllen, weil die eine Rente in jungen Jahren noch gar nicht im Sinn haben, so Verbandschef Lutz Timm. Er favorisiert daher ein früheres Rentenalter als Ausgleich für den Freizeitverlust.

Landrat Dietmar Schulze sieht die meisten Vorteile durch steuerliche Vergünstigungen. Es geht ihm vor allem um die Entlastung von Betrieben, die Leute freistellen. Dieses Thema sei wichtig, weil die Verbände selbst sogar Firmen öffentlich würdigen, von denen sie Unterstützung bekommen. Übereinstimmung bei allen Fraktionen: Wichtig sei die Einbindung aller Hilfsorganisationen wie zum Beispiel Technisches Hilfswerk oder Katastrophenschutz, da sich dort die Probleme ähneln.

Unklar bleibt die Finanzierung. In einigen Bundesländern gibt es Verträge des Landes mit Versicherungen oder Verbänden. Andernorts greifen die Kommunen selbst in die Tasche und zahlen in eine Vorsorgekasse ein. Die Forderung der Uckermark richtet sich nun zunächst an das Land Brandenburg. "Die Gemeinden selbst sitzen am Ende des Wasserhahns", so der SPD-Abgeordnete Olaf Theiß. Eine Lösung müsse es daher auf gleicher Ebene im ganzen Land geben.

In anderen Teilen Deutschlands hat die Diskussion auch für Ärger unter den Feuerwehrmitgliedern gesorgt. Dabei ging es vor allem um die Gleich- oder Ungleichbehandlung von Aktiven, um die unterschiedliche Dauer der Feuerwehrzugehörigkeit, um einen selbst zu zahlenden Eigenanteil für die Altersrente oder um die kommunalen Beiträge, die nicht überall gleichermaßen gezahlt wurden und für Konkurrenz sorgten.

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