Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Athleten von Blau-Weiß Schwedt mit 707,6:752,0 Punkten gegen TSC Berlin / Am Ende wurde es noch spannend

Bärenstarke Leistung der TSV-Heber

Schwerstlast: Robert Oswald, stärkster Schwedter, brachte es auf 333 kg im Zweikampf und erhielt mit 149,2 Punkten die meisten Zähler für die Oderstädter
Schwerstlast: Robert Oswald, stärkster Schwedter, brachte es auf 333 kg im Zweikampf und erhielt mit 149,2 Punkten die meisten Zähler für die Oderstädter © Foto: Carola Voigt
Jan Schulze / 13.11.2017, 05:11 Uhr
Schwedt (MOZ) Die Gewichtheber des TSV Blau-Weiß Schwedt haben ihren Heimkampf in der 1. Bundesliga gegen den TSC Berlin mit 707,6:752,0 Punkten verloren. Zufrieden war der Verein aber trotzdem.

Die Berliner sorgten zunächst für eine Überraschung. Neben der erwarteten Aufstellung ging mit Piotr Poniedzialek ein Gaststarter über die Waage, den die Schwedter so noch nicht auf dem Zettel hatten. Wie zu erwarten, war Poniedzialek als zweitbester Heber seiner Mannschaft eine echte Verstärkung für das Team. Auch wenn der Favorit nun noch übermächtiger erschien, ließen sich die Schwedter nicht aus der Ruhe bringen. Zielstellung blieb, dem TSC alles abzufordern.

In der ersten Teildisziplin gingen Annalena Gürtler, Karl Waldemar Schiffer und Martin Adler an die Hantel. Alle drei erfüllten die Vorgaben des Trainerteams. Berlin machte ebenfalls keine Fehler und hatte nach der ersten Gruppe einen Vorsprung von zehn Punkten.

Laura-Sophie Kabs eröffnete die zweite Gruppe im Reißen. Ihr gelangen drei gültige Versuche und dabei kam sie bis auf ein Kilo an ihre Bestleistung heran. Auch Ken Fischer und Neuzugang Robert Oswald zeigten jeweils zwei gültige Versuche und lagen im Soll. Die Mannschaft des TSC Berlin machte deutlich, warum sie als Favorit gehandelt wurde. Zur Halbzeit hatten sie 45 Punkte Vorsprung.

In der zweiten Teildisziplin, dem Stoßen, wurde der Plan der Schwedter ersichtlich. Die im Stoßen nicht ganz so stark eingeschätzte Kabs beendete nach dem Reißen ihren Wettkampf. Für sie wurde Vize-Junioren Europameister Jon Luke Mau eingewechselt. Damit war das Signal klar - Angriff auf den Punkt in der Teildisziplin Stoßen und am Ende sehen, ob es zum Gesamtsieg reichen kann. In der ersten Gruppe machte Gürtler einen guten Job. Drei gültige Versuche brachte sie in die Wertung. Bei Adler und auch Schiffer klappte im Stoßen nicht alles. Beide brachten keine drei Versuche in die Wertung. Dies war aber ganz klar dem Umstand geschuldet, da die Schwedter hohe Einstiegslasten forderten, um den Plan der Trainer umzusetzen.

In der zweiten Gruppe gingen die TSV-Sportler ebenfalls ein hohes Risiko ein. Mau steigerte vom ersten zum zweiten Versuch um acht Kilo, Fischer und Oswald sogar jeweils um zehn Kilo. Die Berliner hielten bärenstark dagegen. Es zeichnete sich ab, dass die Teildisziplin sich erst mit den letzten Hebungen entscheiden wird. Vor der letzten Runde hatten die Schwedter noch sechs Punkte Rückstand. Das der Gesamtsieg an die Berliner gehen würde, stand zu diesem Zeitpunkt schon fest. Beide Berliner schafften aber ihre drei Versuche nicht. Doch auch Mau und Fischer scheiterten an den geforderten Lasten.

Als letzter für das Schwedter Team ging Oswald an die Hantel. Er steigerte nochmals um acht Kilo auf insgesamt 188 kg. Mit großartigem Kampf bewältigte er die Last und plötzlich lagen die Schwedter im Stoßen mit zwei Punkten in Führung. Aber die Hauptstädter hatten die letzte Hebung der Veranstaltung. Der "Superschwere" Philip Mummhardt ließ 200 kg auflegen. Nach schwerem Umsatz gelang es ihm, diese Last auszustoßen und den Sieg nach Berlin zu holen.

Fazit aus Oderstädter Sicht: Nach diesem beherzten Bundesliga-Kampf kann das Oderstädter Team von einer guten Niederlage sprechen. Die TSV-Mannschaft hat gezeigt, dass sie in der Lage ist, den "Großen" der Liga alles abzuverlangen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG