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Seniorenbeirat der Stadt berichtet über seine vielen Aktivitäten und Zukunftssorgen

Suche nach jungen Älteren

Ruhe nach dem Ansturm: Carola Klesse, Monika Pohl, Dieter Beiersdorf (v. r.) vom Seniorenbeirat haben am Montag mit Beiratschefin Christina Mansfeld sowie Ingrid Beiersdorf Karten für die städtische Weihnachtsfeier für Junggebliebene verkauft. Auch das ge
Ruhe nach dem Ansturm: Carola Klesse, Monika Pohl, Dieter Beiersdorf (v. r.) vom Seniorenbeirat haben am Montag mit Beiratschefin Christina Mansfeld sowie Ingrid Beiersdorf Karten für die städtische Weihnachtsfeier für Junggebliebene verkauft. Auch das ge © Foto: MOZ/Kerstin Unger
Kerstin Unger / 14.11.2017, 06:54 Uhr
Angermünde (MOZ) Nur wenige Tagen nach der stets gut besuchten Seniorenbörse hat der Angermünder Seniorenbeirat im Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss über seine Arbeit berichtet. Dabei kamen auch einige Probleme auf den Tisch.

4510 Einwohner und damit gut ein Drittel der Bevölkerung Angermündes sind im Seniorenalter. Ihre Interessen werden seit 1994 vom Seniorenbeirat der Stadt vertreten, die den älteren Menschen in der Stadtverordnetenversammlung sowie in verschiedenen Institutionen Gehör verschaffen. Die Mitglieder kommen aus Vereinen und Organisationen wie der Volkssolidarität, dem Brandenburgischen Seniorenverband, der MAQT, der Lebenshilfe und vielen anderen.

Über die Arbeit des Seniorenbeirates berichtete im Fachausschuss die stellvertretende Vorsitzende Monika Pohl. Neben den traditionellen Veranstaltungen wie das Kreisseniorensportfest, die Brandenburgische Seniorenwoche, die Seniorenbörse, die Seniorenweihnachtsfeier oder die regelmäßigen Therme-Fahrten nach Templin engagiert sich der Beirat für Projekte, die die Mobilität der älteren Generation fördern, organisiert Ausflüge und kümmert sich um die Barrierefreiheit in der Stadt. Bundesweit bekannt wurde der Angermünder Seniorenbeirat für seine Dokumentation des Projektes "Heraus aus dem Schneckenhaus - täglich 2000 Schritte", das über die Bosch-Stiftung lief.

Einmal im Quartal finden Treffen in großer Runde statt. Davor tagt der Vorstand. Ein Vortrag zur gesunden Ernährung war gut besucht. Für Veranstaltungen in der Brandenburgischen Seniorenwoche wurden Anträge auf finanzielle Unterstützung gestellt. Zugleich begannen bereits die Planungen für die 25. Seniorenwoche im nächsten Jahr.

"Wir haben dazu beigetragen, einen Parkplatz in der Straße des Friedens mit begrenzter Parkzeit zu schaffen, damit Patienten die eingeschränkt mobil sind, zur Arztpraxis gelangen", berichtete Monika Pohl. Ebenso, dass es für den Seniorenbeirat Verpflichtung sei, an Kranzniederlegungen am 8. Mai und am Volkstrauertag teilzunehmen, obwohl das "Häufchen der Aufrechten" immer kleiner werde.

Es gäbe aber bei aller Einsatzfreunde auch Dinge, die die Frauen und Männer des Seniorenbeirates bedrücken. "Unsere Mitglieder werden immer älter. Einige sind schon verstorben und reißen Lücken. Wir vermissen die Arbeit von Jüngeren", sagte Monika Pohl. Sie dankte der Stadtverwaltung und der SVV für die Unterstützung, die nicht überall so sei. "Es wäre schön, wenn sich aus ihren Reihen und aus Vereinen Leute einmal im Seniorenbeirat wiederfänden", sagte sie. Allerdings wies sie auch darauf hin, dass in einigen anderen Städten die Mitarbeit des Seniorenbeirates in der Hauptsatzung der SVV fixiert ist. "Das ist leider eine Kannbestimmung", so Monika Pohl. Die Mitglieder des Fachausschusses sprachen sich einstimmig dafür aus, ihre Empfehlung für eine entsprechende Prüfung zu geben.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte 2014 beschlossen, die Arbeit des Seniorenbeirates mit monatlich 400 Euro für eine Personalstelle zu unterstützten. Das gilt vorerst bis Ende 2018. Man hofft, dass es danach weitergeht. "Ohne Zuschuss wäre die kontinuierliche Arbeit schwer fortzuführen", verdeutlichte Monika Pohl die Situation.

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