Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Stadtarchivar Steve Schmidt sucht Zeitzeugen für alte Fotosammlung

Schätze in Schwarz-Weiß

Wer erkennt wen wieder? Stadtarchivar Steve Schmidt (l.) hat eine Sammlung alter Fotos aus dem Stadtarchiv zur Seniorenmesse mitgebracht und bittet um Mithilfe bei der Identifikation.
Wer erkennt wen wieder? Stadtarchivar Steve Schmidt (l.) hat eine Sammlung alter Fotos aus dem Stadtarchiv zur Seniorenmesse mitgebracht und bittet um Mithilfe bei der Identifikation. © Foto: Stefan Csevi
Daniela Windolf / 15.11.2017, 06:40 Uhr
Angermünde (MOZ) Wer erkennt wen? Das ist die große Rätselfrage, die der Angermünder Stadtarchivar Steve Schmidt an die Bürger weiterreicht. Er ist derzeit dabei, die umfangreiche Fotosammlung des Stadtarchivs zu sichten und zu digitalisieren.

Auf den alten Fotografien, die im Stadtarchiv schlummern, sind Menschen, Orte, Ereignisse, Gebäude und Straßenzüge zu sehen. Steve Schmidt möchte die Bilder nicht nur aufbewahren, sondern sucht dazu Geschichten und Namen. Dabei ist er auf die Mithilfe der alten Angermünder angewiesen.

"Ich möchte gern die Fotos genauer bezeichnen. Es sind ja viele Menschen darauf zu sehen. Vielleicht erkennt jemand sich selbst wieder oder Bekannte? Vielleicht kann jemand persönliche Erinnerungen an bestimmte Ereignisse erzählen, die damals fotografiert wurden? Mitunter ist es auch schwer, bestimmte Straßen, Häuser oder Baustellen, die vor 40, 50 oder 60 Jahren fotografiert wurden, genau zu bestimmen", erklärt Steve Schmidt seine Beweggründe, warum er jetzt mit der Fotosammlung auch an die Öffentlichkeit geht.

Zur diesjährigen Seniorenmesse hatte er eine Auswahl alter Fotos mitgebracht und schon großes Interesse bei den älteren Angermündern geweckt. Viele blieben am Stand des Heimatvereins stehen, bei dem sich auch das Stadtarchiv präsentierte, und diskutierten lange und angeregt über die alten Schwarz-Weiß-Fotos. Die zeigen unter anderem den Wohnungsbau der Genossenschaft in der Pestalozzistraße, bilden Stadtfeste und 1.-Mai-Demonstrationen ab oder haben eine Kindergartengruppe beim Spazierengehen abgelichtet. Die Fotos sind für viele ältere Angermünder wie eine Reise in die Vergangenheit und in die eigene Lebensgeschichte.

Rund 2700 Fotos hat der Stadtarchivar bereits für die digitale Archivierung gesichtet. Mindestens 6000 schlummern noch unsortiert und unbeschriftet im Archiv.

"Es ist ein Schatz, den wir hier heben", strahlt Steve Schmidt und hofft, dass er viele Bürger gewinnen kann, die bei der Identifizierung helfen und zu den Bildern auch deren Geschichte und Geschichten erzählen. Bei Veranstaltungen wird er eine Auswahl von Bildern ebenso mitbringen, wie er das Stadtarchiv für Interessierte öffnet, die hier stöbern können. Auch an eine Ausstellung ist gedacht.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG