Lidia und Gosia sind Polinnen. Beide wohnen mit ihren Familien in Tantow und in Schönfeld. Während Lidia mit ihrem Sohn noch zu Hause ist, arbeitet Gosia als Polizistin in Stettin. Für die beiden jungen Frauen ist es normal, in Deutschland zu leben. Zu dieser Normalität tragen auch die deutsch-polnischen Einwohnertreffen bei, zu denen Tantow regelmäßig einlädt.
Im Feuerwehrgebäude hat jetzt das vierte Treffen stattgefunden. „Bei der ersten Begegnung waren wir neun Leute“, erinnert sich Bürgermeister Andreas Meincke. Nun hatten rund 50 Besucher, darunter auch befreundete Bürger aus Bielice (Polen), an der langen Kaffeetafel Platz genommen. Zu den Gästen aus Bielice gehörte auch dessen ehemaliger Bürgermeister Jan Adamski. Er sagt: „Mittlerweile ist es sogar zu herzlichen persönlichen Kontakten zwischen uns und Tantower Bürgern gekommen. Wenn wir uns besuchen, dann sagen wir Du und nicht Sie.“
Uckermark-Landrat Dietmar Schulze war am Ende seines Besuchstages im Amt Gartz ebenfalls nach Tantow gekommen. Er äußerte sich voller Anerkennung über die deutsch-polnischen Einwohnertreffen. Da sei etwas Gutes gewachsen.
Schulzes Informationsbesuch im Amt Gartz hatte mit einem Rundgang durch die sanierte Grundschule Casekow begonnen. „Dort haben wir jetzt eine schöne Schule und Turnhalle. Ich habe gesehen, dass die Konjunkturmittel richtig gut eingesetzt wurden. Die Schule hat Bestand. Dieser Fakt und die verbesserten Arbeitsbedingungen motivieren natürlich auch die Lehrerinnen“, schilderte der Landrat seine Eindrücke.
In der DHG Casekow traf Dietmar Schulze auf ein Unternehmen, das er noch aus Zeiten kennt, als der Betrieb Agrochemisches Zentrum war. Die DHG Casekow hat rund 90 Mitarbeiter und ist damit größter Arbeitgeber im Amt Gartz. Schulze äußerte sich anerkennend über die Entwicklung des Betriebes.
Zugleich nahm er die dringende Forderung der Einwohner auf, die Ortsdurchfahrten der beiden Landesstraßen mögen endlich saniert werden. „Ich fahre bald zum Landesbetrieb Straßenwesen und ins Ministerium. Dort werde ich Schwerpunkte im Straßenbau deutlich machen. Die Casekower Landesstraßen sind solche Schwerpunkte“, fasste er zusammen.