Die fast 80-Jährige vermittelt dabei den Zuhörern und Schreibwilligen ein Grundgerüst. Sie arbeitet mit Episoden. Die Teilnehmer konnten daran üben. Denn in der Regel werden autobiografische Texte kaum in größerem Stil veröffentlicht. Meist sind sie für die Familie und vor allem für die Kinder gedacht. "Ich habe auch mehrere leere Bücher von meinen Kindern geschenkt bekommen", erzählt Marlies Markgraf-Beise, Chefin der Literaturgesellschaft. Die Aufforderunge lautete: "Mutti, schreib mal auf."
Das Interesse wächst weiter. Naturgemäß unter den älteren Besuchern der Schreibwerkstatt. Die Jüngeren wagen sich weniger an autobiografische Texte heran. Deshalb wendet sich die Literaturgesellschaft im April besonders an Jugendliche im Landkreis. Bei einer speziellen Werkstatt in der Alten Brauerei in Angermünde geht es um die Umsetzung von Liedtexten in der Musik. Schreibende Schüler werden im Sommer nach Biesenbrow ins Gutshaus eingeladen, um ihre Texte zu hören und zu besprechen. Wer früh anfängt, kann später schneller seine Biografie zu Papier bringen.