Vieles lässt sich präzise in nur wenigen, dafür aber um so sorgfältiger ausgewählten Worten mitteilen. Ansichten und Lebensweisheiten lassen sich in Gedichten ebenso gut vermitteln wie die ganz verschiedenen Gesichter der Uckermark, aus denen so ein vielstimmiges Porträt entsteht.
Ein Beispiel dafür liefert Magdalena Fuchs, Autorin der Lyrikbände "Stressbremse Uckermark" und "Ansichtssache Uckermark". Ergänzt durch zahlreiche Fotografien, die Naturschönheiten, aber auch echte Typen zeigen, nimmt die Schriftstellerin ihr Publikum mit auf einen Streifzug durch die Uckermark, erzählt in Reimen von landschaftlichen Reizen, von Begegnungen mit den Einwohnern, vom kleinen Glück, das "im Paradies Uckermark" meist nur einen Steinwurf entfernt liegt: "Wenn du die Uckermark gern lobst, denkst sicher du auch an das Obst, das hier wie im Schlaraffenland zu finden ist am Wegesrand."
Eingeladen zum Podium der Literatur hatte die Uckermärkische Literaturgesellschaft, die damit auch Lust wecken will auf noch unbekannte Autoren. Der angekündigte Nachwuchs, Kinder der Schreib- und Dichterwerkstatt Flitzi, konnte zwar kurzfristig nicht dabei sein, dennoch zeigte sich der kleine Kreis von Zuhörern angenehm unterhalten von den insgesamt vier Autoren, die Lyrik- und Prosaarbeiten, einige bereits veröffentlicht, vorstellten.
Neben Pfarrerin Jutta Biering aus Heckelberg, die sich in eher ernsten lyrischen Texten unter anderem mit dem Thema Gewalt auseinandersetzte, waren auch der Berliner Roland Lampe und der unter anderem in Himmelpfort lebende Autor Matthias Weglage mit Auszügen aus ihren Prosatexten zu hören. Auf ganz unterschiedliche Art und Weise, aus ganz verschiedenen Perspektiven schildern auch sie Lebenswege von Menschen zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen dem Gestern, Heute und Morgen. Mit Ausnahme von Magdalena Fuchs hatten alle drei Autoren sich für den Ehm-Welk-Literaturpreis beworben und so die Aufmerksamkeit der Literaturgesellschaft auf sich gezogen. Für Musik zur Lesung sorgte das Duo Eric und Uwe Schwanebeck.