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Tilman Trebs 30.12.2011 16:40 Uhr - Aktualisiert 30.12.2011 17:07 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Die Zukunft wird renoviert: drei Musterwohnungen der HWB

Hennigsdorf (MZV) Im Sommer hatte die Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) angekündigt, ihre drei Hochhäuser mit neuen Konzepten wieder attraktiver zu machen. Geplant war, ein Haus für jüngere und ein Haus für ältere Zielgruppen herzurichten. Nun wird die Sache konkret.

  Noch sind die Wände grau: Anja Vogel und Jörg Ramb von der HWB lassen mehrere Wohnungen in zwei Hochhäusern zurzeit speziell für ältere und jüngere Zielgruppen herrichten. © Trebs

In drei Wohnungen wird zurzeit eifrig gebaut. Im mittleren der drei Hochhäuser, Friedrich-Engels-Straße 2, werden zurzeit zwei Ein-Raum-Quartiere hergerichtet, wie sie künftig Senioren angeboten werden sollen. Dort werden die Bäder in mediterranen Farben gefliest und neue magnolienweiße Einbauküchen montiert. Die Bäder werden mit einer fast stufenlos begehbaren Dusche und einer erhöhten Toilette ausgestattet. In die Flure kommen noch Rauchmelder. Bis Mitte Februar sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Dann können sich HWB-Mieter und solche, die es werden wollen, die Wohnungen ansehen.

Das gleiche gilt für eine Musterwohnung, die im benachbarten Hochhaus in der Stauffenbergstraße 13 entsteht. Diese soll jüngere Menschen anlocken. Das Bad in der dortigen Wohnung wird in Weiß und Orange gefliest. Die Einbauküchen werden anthrazit gestaltet.

Ein Hochhaus für Senioren und eines für junge Erwachsene soll es also geben. Beide sollen in fernerer Zukunft auch von außen als solche zu erkennen sein. Die Idee dazu war der HWB gekommen, weil sich die recht unterschiedlichen Mieter in den kleinen Wohnungen schon seit langem nicht so recht miteinander vertragen. Vor allem die älteren Bewohner beklagen sich über die lauten Feten der jungen Leute, über mit Graffiti beschmierte Fahrstühle und Treppenhäuser sowie über Vandalismus.

Um die Konflikte zu minimieren, soll die Mieterstruktur in den Hochhäusern homogener und die Ausstattung der Häuser zielgruppengerechter werden. So werden sich die Mieter im Seniorenhochhaus schon im kommenden Jahr über einen Concierge-Service freuen dürfen. Ein Concierge ist quasi ein Pförtner, der jederzeit im Erdgeschoss anzutreffen sein wird und für Fragen oder kleinere Hilfeleistungen zur Verfügung steht. „Der Concierge wird auch für das Sicherheitsgefühl unserer Bewohner dienlich sein“, nennt Jörg Ramb von der HWB einen Grund für den Service.

Im Jugendhochhaus an der Stauffenbergstraße sollen besondere Farbkonzepte bei der Gestaltung der Flure und der Fassade Schmierfinken möglichst davon abhalten, die Wände zu verunzieren. Eine peppige Farbgestaltung ist auf Wunsch auch in den Wohnungen möglich. Zudem sollen die dortigen Quartiere durch spezielle Internetangebote attraktiver gemacht werden, so Jörg Ramb.

Der Wandel soll aber behutsam über die Bühne gehen. „Kein Mieter muss seine Wohnung verlassen, weil er nicht ins Konzept passt“, stellen Ramb und auch die zuständige Projektkoordinatorin bei der HWB, Anja Vogel, klar. Jede frei werdende Wohnung werde nun aber für die jeweilige Zielgruppe hergerichtet, und die zusätzlichen Angebote werden nach und nach eingeführt. „Wir nehmen die Mieter mit und auch ihre Wünsche und Sorgen ernst“, so die HWB-Leute.

Der dritte Block Richtung Storchengalerie bleibt erstmal wie er ist. Die HWB will beobachten, wie sich die Wohnungen in den anderen beiden Häusern vermarkten lassen. Interessant wird vor allem sein, wie gut das Jugendhochhaus angenommen wird. Jörg Ramb ist da ganz optimistisch: „Es gibt viele Betriebe in der Stadt, die junge Menschen ausbilden und beschäftigen. Die sind für uns interessant“, sagt er. Die HWB hoffe, dass viele Junge sesshaft werden in der Stadt. „Wir können ihnen alles von der ersten bis zur letzten Wohnung anbieten.“ Er glaubt auch, dass sich Studenten, die die Hochschulen in Berlin besuchen, in Hennigsdorf niederlassen. „Wenn die Mieten dort stark steigen, kann eine gut angebundene Stadt wie Hennigsdorf eine Alternative bieten.“

Damit nicht nur die Hochhäuser, sondern auch die Flächen dazwischen schönen werden, will sich die HWB alsbald mit dem Rathaus zusammensetzen, um entsprechende Initiativen zu starten.

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