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Oratex verlässt Oranienburg

Die Großwäscherei der Greif-Gruppe stellt die Produktion an Sachsenhausener Straße in Kürze ein.
Die Großwäscherei der Greif-Gruppe stellt die Produktion an Sachsenhausener Straße in Kürze ein. © Foto: Friedhelm Brennecke/OGA
Friedhelm Brennecke / 07.01.2017, 08:25 Uhr
Oranienburg (OGA) Nach dem Reifenrunderneuerer Pneu Laurent verliert Oranienburg ein weiteres Traditionsunternehmen. Die Großwäscherei Oratex stellt im März ihre Produktion in der Oberhavel-Kreisstadt ein.

Rund 140 Arbeitsplätze gehen damit in Oranienburg verloren. Wie Mitarbeiter bestätigen, soll die Belegschaft am neuen Standort in Berlin-Hohenschönhausen weiterbeschäftigt werden. Oratex, seit 1958 am Standort Sachsenhausener Straße 33 ansässig, gehört seit 2005 zur Greif-Gruppe. Das Augsburger Familienunternehmen hat für rund 20 Millionen Euro den nach eigenen Angaben größten und modernsten Hotelwäsche-Betrieb Deutschlands an der Pablo-Picasso-Straße in Berlin gebaut. Die ebenfalls 2005 von Greif übernommene Wäscherei Marschall ist bereits aus dem Stadtbezirk Wedding in den Neubau umgezogen. Oratex soll im März folgen.

Den Oranienburger Standort will die Greif-Gruppe dem Vernehmen nach aber offenbar nicht aufgeben. Er soll als Lager weiterbetrieben werden. Schließlich ist Greif auch auf die Vermietung von Hotelwäsche spezialisiert und hält deshalb an allen seinen bundesweiten Standorten große Wäschekapazitäten vor. Oratex-Geschäftsführer Thomas Zobler, der auch der Geschäftsführung des neuen Berliner Betriebs angehört, war in den vergangenen Tagen nicht zu sprechen. Als Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) im Jahr 2011 Oratex einen Besuch abstattete, hatte sich Zobler noch optimistisch gegeben, dass die Greif-Gruppe eventuell den Oranienburger Betriebsteil ausbauen könnte. Der befindet sich zwar in alten Gemäuern, wurde aber seit etwa 2008 mit energiesparender Technik ausgestattet.

Von den Plänen der Greif-Gruppe erfuhr Laesicke von dieser Zeitung. Er bedauere natürlich, dass der Betrieb die Stadt verlassen wolle. Näher kommentieren könne er das nicht, solange er keine konkreten Informationen aus dem Unternehmen habe. "Die Kommunikation war aber schon in der Vergangenheit schwierig", sagte Laesicke.

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