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Brigitte Horn 21.01.2012 07:48 Uhr
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Biesenthal setzt auf mehr Straßenbäume

Biesenthal (MOZ) Biesenthal wirbt für sich als "lebendige Stadt im Grünen". Wie man dem mit mehr Straßenbäumen gerecht werden kann, hat der Bauausschuss am Mittwoch beraten. Geld ist offenbar genügend da. Das Problem sind eher geeignete Standorte für Nachpflanzungen.

  Imposante Riesen: Bäume in der Biesenthaler Bahnhofstraße. Damit die Stadt noch grüner wird, soll fleißig nachgepflanzt werden. © MOZ/Sergej Scheibe

Immer wieder gibt es Gründe, dass auf Privatgrundstücken Bäume gefällt werden müssen. Von morsch und damit in der Standsicherheit gefährdet bis hin zur Schaffung von Baufreiheit für neue Gebäude reicht die Palette. Sieht der Grundstückseigentümer keine Möglichkeit für Ersatzpflanzungen, dann kann er eine Ablöse in die Stadt zahlen.

Um diesen Fonds, der mit rund 5000 Euro gefüllt ist, ging es in der jüngsten Sitzung des Biesenthaler Amtsausschusses. Bisher waren pro Jahr immer rund 500 Euro ausgeben worden. Das soll in diesem Jahr gesteigert werden, hieß es dort. Wenn es deutlich mehr werde, dann sei dies auch nicht mehr vom Amtshof zu schaffen. Dann müsste der Erwerb der Bäume und die Pflanzung ausgeschrieben werden. Dabei wurde den Ausschussmitgliedern die Diskrepanz zwischen dem, was als Ablöse gezahlt wird, und den tatsächlichen Kosten für die Pflanzung eines Baumes deutlich. Mit der Pflege zum Anwachsen kommen leicht 150 Euro zusammen. Eingezahlt in den Topf werde aber bisher nur die Summe für den Baum. Ob das so bleiben soll, müsse gesondert beraten werden.

Unter den Straßen, die zuerst für Nachpflanzungen in Erwägung gezogen worden sind, gehören die Gartenstraße, die Lindenstraße und die Ahornallee. "Wenn wir wirklich den Ort deutlich verschönern wollen, müsste auch an Bäume aus ferneren Regionen gedacht werden, die zum Beispiel besonders schön blühen und eine interessante Laubfärbung haben", warb Andreas Jahn, Ausschussvorsitzender. Die Baumschutzsatzung gebe das her. Als Beispiel nannte er die Traubenkirsche. Andere schlugen den Gingko-Baum vor. Einig war man sich jedoch auch darin, den heimischen Gehölzen einen gebührenden Platz einzuräumen.

Darunter fallen auch drei Roteichen, die Amtshofsleiter Manfred Schulz retten will, wie er im Ausschuss sagte. Von einst sechs im Bereich der Kiefernallee gepflanzten Roteichen seien an dem sehr ungünstigen Standort nur noch drei am Leben. Die sollen eventuell in der Ladestraße am Bahnhof eine neue Chance erhalten.

Bei allen gewünschten Pflanzungen muss geprüft werden, ob im Boden liegende Versorgungsleitungen, wie zum Beispiel für Gas, dem entgegen stehen könnten. Das dürfte sich vermutlich noch als Problem erweisen. Jahn informierte über eine Zuarbeit aus dem Bereich Liegenschaften. In der ging es darum, zu klären, wo in Biesenthal aus dem kreislichen Fonds für Ausgleichmaßnahmen Bäume gepflanzt werden könnte. Das Ergebnis erschien einigermaßen niederschmetternd. Zahlreiche Straßenzüge kommen dafür nicht in Frage.

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