Chorin (MOZ) Das Aroma sei ausgewogen mild. Im Übergang zur Rinde erinnere der Geschmack an grüne, frische Haselnüsse. So beschreiben ihn die Macher selbst: den Roten Brodowiner. Am Dienstag stellten die Produzenten den neuen Weichkäse auf der Grünen Woche in Berlin vor und warben für das Erzeugnis. Im Hofladen ist der Käse bereits im Angebot. Ebenso per Ökokorb. Ab 1. Februar soll der Rote Brodowiner über den Berliner Großhandel auch den Weg in die hauptstädtischen Bio-Verkaufstheken finden.
Wochen-, ja sogar monatelang hat die Meierei an dem Käse gefeilt bzw. gerührt, gewendet, geschmiert. Und immer wieder probiert. Der Verkaufsstart hatte sich verzögert. "Die Herausforderung lag darin, eine gleichmäßige Struktur zu schaffen", umreißt Unternehmenschef Ludolf von Maltzan die Schwierigkeiten. Durch minimale Veränderungen bei der Bruchbehandlung, bei der Salzbaddauer und in der Temperaturführung während des Reifeprozesses sei es letztlich nach etlichen Anläufen gelungen, dem Käse eine "weiche, cremige Konsistenz" zu verleihen. "Im Januar ist uns die Punktlandung gelungen", so von Maltzan. Ein internes Qualitätsteam hatte die Probe für gut befunden, so dass der Rote Brodowiner endlich in Produktion gehen konnte.
Eigentlich sollte der Weichkäse schon im Herbst 2011 auf den Markt kommen. Im Frühjahr hatte das Brodowiner Agrarunternehmen, das nach der Öko-Richtlinie "demeter" arbeitet, den Molkerei-Neubau in Betrieb genommen. Dies auch mit dem Ziel, die Verarbeitungkapazität zu erhöhen und das Sortiment zu erweitern. "Die Investition muss sich natürlich rechnen", verhehlt von Maltzan nicht.
Pro Tag werden inzwischen 60 Rote Brodowiner hergestellt, das sind etwa 70 Kilogramm Weichkäse. "Wobei der Käse bei uns von Hand gekäst wird", wie der Geschäftsführer betont. Keine industrielle Produktion also, sondern traditionelles Handwerk. Das Aroma verdankt der Weichkäse Rotschmierebakterien, deshalb auch der Name "Roter Brodowiner", sowie der besonderen Pflege, einer natürlichen Reifung über zwei bis drei Wochen.
Derweil arbeitet Meierei-Chef Jens Heimberg bereits am nächsten Produkt: einem Brodowiner Schnittkäse. Wegen des längerem Reifeprozesses werden die Tests noch etliche Wochen in Anspruch nehmen. "Der Schnittkäse wird frühestens im Mai in den Handel kommen", ist der Geschäftsführer vorsichtig.
Zum Käsesortiment der Brodowiner Molkerei gehören ferner Ziegenfrischkäse sowie Ziegenkäse in Salzlake. Letzterer sei derzeit nur im Hofladen und über den Ökokorb erhältlich. "Im Frühsommer soll er in den Großhandel kommen", blickt der Unternehmer voraus.
Derzeit werden pro Tag in der Molkerei bis zu 12 000 Liter Rohmilch verarbeitet.
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Neueste Kommentare
24.05.2012 15:03:35 Watchdog
NaJa.....
24.05.2012 14:23:07 FF Leser
Das soll nun der große "Wurf" im Nahmensfindungsprozess sein?
24.05.2012 14:07:29 Dagmar Rietz
Demokratie wagen
24.05.2012 13:53:56 Courage
Wir nehmen aber auch ALLES !
24.05.2012 13:52:45 Bürger dieser Stadt
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