Bernau (MOZ) Noch bis Ende des Jahres läuft das Bundesprogramm Kommunal-Kombi. Zahlreiche Maßnahmen sind jedoch bereits beendet, die Gemeinden ziehen eine positive Bilanz.
Gefördert: Detlef Woelke hat wieder eine (zeitweise) Beschäftigung gefunden. In der Kindertagesstätte "Friedenstaler Spatzen" freuen sich die Mädchen und Jungen immer, wenn der 59-Jährige zur Gitarre greift.
Die Stadt Bernau hat in den Jahren 2008 und 2009 insgesamt 18 Mitarbeiter in sechs verschiedenen Maßnahmen eingestellt. Dabei galten zwei Bedingungen: Es sollten nur Hilfstätigkeiten ausgeführt werden, zweitens durften keine festen Arbeitsplätze verloren gehen. Das Bundesverwaltungsamt genehmigte, die Arbeitagentur vermittelte schließlich die Bewerber. Sie mussten älter als 50 Jahre alt sowie mindestens ein Jahr arbeitslos sein.
Zunächst stellte die Kommune eine Projektmanagerin ein, die sich u.a. um die fachliche und organisatorische Betreuung der Teilnehmer kümmerte. Später kam dann noch ein Kulturhofwart hinzu. Er unterstützte die Mitarbeiter bei Veranstaltungen in kommunalen Einrichtungen. Darüber hinaus übernahm er Reparaturarbeiten und sorgte dafür, dass der Kulturhof sauber und gepflegt ist. Gleich fünf Mitarbeiter sind in der Maßnahme "Instandsetzung von Waldwegen" beschäftigt. Sie planieren zerfahrene Wege, beschneiden Strauchwerk und Bäume. Bis Ende März werden sie ferner für den Auf- und Abbau von Wildzäunen verantwortlich sein.
Noch einen Monat länger unterstützen fünf Mitarbeiter die Erzieherinnen in den Krippen und Kindergärten der Stadt. Vier weitere Frauen arbeiten noch bis Ende April in den Horten der kommunalen Grundschulen. Am längsten, nämlich bis Ende Oktober, werden zwei Kulissenbauer sowie eine Mitarbeiterin im Kostümfundus tätig sein.
Auch die Stadt Werneuchen nutzte das Bundesprogramm, um einen Mitarbeiter für die Tourismus-Information einzustellen. Ursprünglich sollte die Maßnahme drei Jahre dauern, nach 24 Monaten wurde sie jedoch abgebrochen - und das aus einem positiven Grund: "Wir konnten den Mitarbeiter unbefristet einstellen", so Bürgermeister Burkhard Horn. Dies wurde durch Umstrukturierungen in der Verwaltung möglich, lag aber auch an Wolfgang Krause. "Er war hochmotiviert", so der Rathauschef. Insgesamt, so Horn, sei das Bundesprogramm eine gute Sache gewesen. Nicht zuletzt wegen der finanziellen Förderung, auch wenn die Stadt Werneuchen den größten Teil der Kosten tragen musste.
In Panketal ist die Mehrzahl der Maßnahmen bereits ausgelaufen. Insgesamt sieben Mitarbeiter wurden über das Modell, das 2008 ins Leben gerufen wurde, beschäftigt. "Wir hatten drei Bürgerhelfer, die im Außendienst des Ordnungsamtes eingesetzt waren", berichtet Bürgermeister Rainer Fornell. Auch in Panketal eröffnete das Programm für einen Mann eine neue berufliche Perspektive. Detlev Kelm ist heute Angestellter der Kommune und als Hausmeister am Schulstandort Schwanebeck tätig. Weitere drei Männer sorgten für ein schöneres Ortsbild, pflegten Grünanlagen und halfen den Kollegen im Bauhof. Eine Maßnahme läuft noch. Mit ihr wird die Arbeit der Bibliothek an der Grundschule Schwanebeck unterstützt.
Verwaltungschef Fornell hat mit dem Bundesprogramm Kommunal-Kombi nur positive Erfahrungen gemacht. "Es war eine gute Gelegenheit, potenzielle Bewerber kennenzulernen", findet der Panketaler Bürgermeister.
Mit dem Modell konnten vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2009 zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegende Arbeitsplätze gefördert werden. Die finanzielle Unterstützung gibt es längstens noch bis zum Ende dieses Jahres. Neuanträge können nicht mehr gestellt werden. In der Regel liefen die Maßnahmen drei Jahre.

Neueste Kommentare
24.05.2012 15:03:35 Watchdog
NaJa.....
24.05.2012 14:23:07 FF Leser
Das soll nun der große "Wurf" im Nahmensfindungsprozess sein?
24.05.2012 14:07:29 Dagmar Rietz
Demokratie wagen
24.05.2012 13:53:56 Courage
Wir nehmen aber auch ALLES !
24.05.2012 13:52:45 Bürger dieser Stadt
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