Strausberg (MOZ) Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) hat gestern bei einem Besuch die Strausberger Allresist GmbH für ihr 2011 zertifiziertes Umweltmanagement und ihre „Business Excellence“ gewürdigt. Sie übergab eine Urkunde für eine Umweltpartnerschaft zwischen dem Land und dem Unternehmen.
Beim Rundgang: Die Allresist-Geschäftsführer Matthias und Brigitte Schirmer zeigen Umweltministerin Anita Tack und Landtagsfraktionschefin Kerstin Kaiser (beide Linke/v. l.) im Produktionsraum eine Aceton-Reinigungsanlage.
Es ist die mittlerweile 67. derartige Partnerschaft, die brandenburgweit eingegangen wurde. Die Ministerin äußerte besondere Anerkennung für die Initiative und Aktivitäten von Allresist, weil es sich um eine „freiwillige Sache“ handele. Sie verwies unter anderem darauf, dass die Leistungen der Firma über gesetzlichen Vorgaben weit hinausgingen, Höchstwerte deutlich unterschritten würden. Angesichts der Debatte um die Energiepolitik hob sie die Energieeinsparung im Unternehmen hervor.
Wie Geschäftsführerin Brigitte Schirmer erklärte, liegt der Tagesverbrauch an Strom heute knapp unter dem von 2001, obwohl sich die Produktion mittlerweile verdoppelt habe. Hergestellt werden in der 1992 in Berlin gegründeten und seit 1999 in Strausberg ansässigen Firma mit zehn Mitarbeitern jährlich rund zwei Tonnen Speziallacke für die optische und Elektronenstrahl-Lithographie sowie zwölf Tonnen Prozesschemikalien für die Herstellung elektronischer Bauteile. 37 maßgeschneiderte Produkte wurden bislang entwickelt. Gesundheitsgefährdende Lösemittel hat Allresist im Herstellungsprozess der Fotolacke bereits abgelöst, Ende 2013 werde die gesamte Palette umgestellt sein, hieß es.
Das Gros der Ware geht an Kunden in den neuen Bundesländern, aber die Exportrate liegt laut Geschäftsführer Matthias Schirmer inzwischen auch schon über 25 Prozent. Größter Abnehmer im Ausland sind China und Westeuropa. Manche der etwa 400 Kunden sitzen auch in Australien und den USA.
91 Prozent der Kunden sind nach Firmenumfragen zufrieden und fast alle empfehlen Allresist weiter - was die Geschäftsführung auch dem strengen Qualitätsmanagement seit 2001 zuschreibt. 2009 hat man sich der Excellence-Initiative angeschlossen. Der Qualitätspreis Berlin-Brandenburg und die Auszeichnung als Kundenchampion 2010 oder der zweite Platz beim Ludwig-Erhard-Preis 2009 belegen die Leistungen der Firma, die in der obersten Stufe der Berlin-Brandenburger Qualitätsliga spielt.
„Es ist nicht ganz so üblich, dass so ein kleines Unternehmen ein Leitbild hat“, war sich Brigitte Schirmer bewusst. Teilnahme an verschiedenen Qualitätswettbewerben, Umweltmanagement und sozial verantwortliche Unternehmenskultur legte sie allen Betrieben ans Herz. Zum einen brächten sie Risikominimierung und Kostensenkungen, zum anderen Wettbewerbsvorteile. Preise und Zertifikate könnten sich positiv bei der Auftragsvergabe oder bei Kreditkonditionen auswirken. Mehrere Versuche, dies in der Region zu vermitteln, haben allerdings bisher wenig Resonanz gebracht.
Übrigens strebt Allresist 2012 Platz eins beim Ludwig-Erhard-Preis an.
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Neueste Kommentare
24.05.2012 15:03:35 Watchdog
NaJa.....
24.05.2012 14:23:07 FF Leser
Das soll nun der große "Wurf" im Nahmensfindungsprozess sein?
24.05.2012 14:07:29 Dagmar Rietz
Demokratie wagen
24.05.2012 13:53:56 Courage
Wir nehmen aber auch ALLES !
24.05.2012 13:52:45 Bürger dieser Stadt
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